Rudi Hoffmann ist Weltmeister im Vollkontakt-Kickboxen. Schmerzen sind für ihn Teil des Trainings. Mit speziellen Techniken härtet er seinen Körper ab, schließlich kann er sich nicht erst jammernd auf den Boden werfen, wenn der Gegner trifft. Aber manchmal greift auch er zur Schmerztablette.

Kickboxen ist eine Mischung aus verschiedenen traditionellen Kampfsportarten wie Kung Fu oder Tea Kwon Do und dem westlichen Boxen. Aber egal ob schlagen oder treten, voll durchgezogen oder nur angedeutet - Kampfsportler sind im Training ständig mit Schmerzen konfrontiert. Blaue Flecken, Beulen, Nasenbluten, bisweilen auch Brüche - all das gehört irgendwie dazu.

Wer zuckt, verliert

Aber warum macht man überhaupt einen Sport, bei dem Schmerzen und Blessuren Teil des Trainings sind? Weil die Schmerzen kurzfristig sind und auch wieder vorüber gehen, sagt Rudi Hoffmann. Er ist Kampfsport-Trainer in einem Kölner Kickboxstudio und war 2009 Weltmeister im Vollkontakt Kickboxen.

"Im Laufe der Zeit stellt man fest, die Treffer sind gar nicht so schlimm. Man lernt mit dem Schmerz umzugehen."
Rudi Hoffmann, Kickbox-Trainer

Außerdem lernt man durch Schmerzen - zum Beispiel seine Technik zu verbessern. Wer sich nicht konzentriert und Schläge oder Tritte nicht präzise ausführt, verletzt sich im Zweifel selber. Das passiert Rudi Hoffmann bis heute. Dann versucht er, den Schmerz als Signal zu sehen, etwas an seiner Technik zu verändern und sich wieder zu verbessern.