Die Stadt Tübingen geht das Problem Schlaglöcher und Unebenheiten auf Straßen, Fahrrad- und Gehwegen mithilfe einer künstlicher Intelligenz an. Der Vorteil: eine objektive Bewertung der Schäden ist leichter möglich.

Die baden-württembergische Stadt Tübingen will Schlaglöcher mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) erkennen. Auf Fahrten durch die Stadt klemmen Mitarbeitende ein Smartphone an die Windschutzscheibe und aktivieren die KI, die über die Kamera Straßen scannt.

"Die Software achtet auf vieles. Zum Beispiel schaut sie, ob die Fahrbahnmarkierung noch intakt ist. Anhand des Zustands wird die Straße bewertet."
Sebastian Sonntag, Deutschlandfunk-Nova-Reporter

Aus den Daten lassen sich dann Sanierungskosten ermitteln. Nach einer Kontrollfahrt hat die Stadt einen direkten Überblick, wie hoch die Kosten einer Sanierung sind und wie dringend diese nötig ist.

Der Vorteil einer KI gegenüber menschlicher Kontrolle: Sie beurteilt objektiv, wie groß der Schaden ist.

Vor Start des Projekts liefen Mitarbeiter*innen der Stadt einzelne Straßen ab und notierten Schäden per Hand. Der Nachteil: Je nach Erfahrung der Fachperson wurden Schäden unterschiedlich kalkuliert.

Die Schlaglocherfassung der KI beschränkt sich nicht auf den Autoverkehr: Mit der Software lassen sich auch Schäden auf Rad- und Gehwegen erfassen.