Einfacher als nach einem Job zu suchen, ist es, sich von Firmen auf Karrierenetzwerken wie Xing und Linkedin finden zu lassen. Hier ein paar Tipps, worauf ihr achten solltet, damit das klappt.

Mit einem Profil auf einem Businessprofil im Netz ist es ähnlich wie mit einer Bewerbung. Als Erstes benötigt ihr:

  • ein aussagekräftiges Foto, das einen guten ersten Eindruck vermittelt
  • einen Lebenslauf
  • Hinweise auf eure wichtigsten Qualifikationen
"Grundsätzlich ist es wichtig, sichtbar zu sein, wenn man als Fachkraft, als Experte oder als Führungskraft auf Jobsuche ist."
Monika Zehmisch, Expertin für Online-Marketing und digitale Sichtbarkeit

Ein Businessprofil im Netz kann maßgeblich zur eigenen Sichtbarkeit beitragen, wenn wir beispielsweise auf Jobsuche sind. Denn Personalerinnen und Personaler schauen gerne nach, wie sich ein Bewerber oder eine Bewerberin online präsentiert.

Active Sourcing – Personalerinnen auf der Suche

Personalerinnen und Jobrecruiter werden oft selbst aktiv, um im Netz nach geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern für Jobs Ausschau zu halten. Karrierenetzwerke wie Xing oder Linkedin bieten dafür Pakete an, die Unternehmen buchen können, um die Datenbanken zu durchforsten.

Die sogenannte Recruiter-Ampel von Xing dient beispielsweise dazu, den Personalern zu zeigen, ob es sich lohnt, einen potenziellen Kandidaten anzusprechen. Die Ampel zeigt an, ob der- oder diejenige erst kürzlich den Job gewechselt hat.

Eine von sieben Stellen wird über Active Sourcing besetzt

Eine Studie der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg zusammen mit der Jobbörse Monster hat gezeigt, das eine von sieben Stellen der 1.000 größten Unternehmen in Deutschland über Active Sourcing besetzt wird. In der IT-Branche liegt der Anteil sogar noch höher.

Karrierenetzwerke sind allerdings nur ein Weg, um Bewerberinnen und Bewerber zu finden. Viele Kontakte entstehen auch auf Messen oder Karriereevents.

"Ein Tipp ist, sich Stellenanzeigen anzuschauen, auf die man sich gerne bewerben würde. Und dann die Sprache, die da verwendet wird, auch in den eigenen Profilen zu verwenden."
Sven Laumer, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Universität Erlangen-Nürnberg

Je mehr ich von mir preisgebe, desto eher werde ich gefunden, ist einer der Grundsätze zur besseren Sichtbarkeit auf Karriereportalen, sagt unsere Reporterin Britta Mersch. Zudem kann ich beispielsweise auch Schlagworte in meinem Businessprofil einbauen, die auch in entsprechenden Jobausschreibungen genannt werden.

Das funktioniert bei Xing auch mit einem kostenlosen Account, erfährt unsere Reporterin auf Nachfrage beim Karrierenetzwerk. Allerdings gibt es bestimmte Features, die ich nur nutzen kann, wenn ich einen monatlichen Betrag für mein Profil bezahle. Zu diesen Funktionen zählt beispielsweise, dass man Mitglieder anschreiben kann oder sehen kann, wer das eigene Profil besucht hat.

Bei Xing ist es mit einer bezahlten Mitgliedschaft auch möglich, dass ich vor Kolleginnen oder Chefinnen verbergen kann, dass ich mich aktuell auf Jobsuche befinde.

Xing oder Linkedin – Welches Karrierenetzwerk eignet sich besser?

Es gibt viele User, die beide Plattformen nutzen. Xing eignet sich eher für Jobs in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit Linkedin kann man sich auch gut auf dem internationalen Stellenmarkt umsehen.

Die beiden Plattformen bieten zudem unterschiedliche Features. Online-Marketing-Expertin Monika Zehmisch empfiehlt Linkedin, wenn der Schwerpunkt darauf liegen soll, eigenen Content zu verbreiten.