Verlasst euch drauf: Wenn ihr euch für einen neuen Job bewerbt, wird euch der Personaler garantiert googeln. Was bei euch für unangenehme Fragen im Bewerbungsgespräch führen kann, hat gerade auch erst den Mitarbeiter eines Spitzenpolitikers stürzen lassen.

Ein Beispiel: Der angehende US-Präsidentschaftskandidat Jeb Bush hat einen neuen Kampagnenmanager angestellt, um sich für den langen Weg zum Präsidentenamt zu wappnen. Ethan Czahor heißt der Mann, und als das herauskam, wurde in seiner Netz-Vergangenheit gewühlt. Und auf Twitter solche Sachen gefunden:

  • "Eine neue Studie bestätigt alte Vermutung: Kunststudentinnen sind Schlampen, Naturwissenschaftsstudentinnen sind auch Schlampen, aber hässlicher."
  • "Die meisten Leute wissen nicht: Halloween ist Deutsch für 'Die Nacht, in der sich Mädchen mit schwachem Selbstbewusstsein wie Schlampen anziehen'."

Diese Postings waren von 2009, es gab aber auch aktuellere - die Ethan Czahor schnell versucht hat, zu löschen. Als das raus kam, war er seinen Job ganz schnell wieder los. Czahor hat sich entschuldigt und aufgegeben. Drei Tage hat das nur gedauert.

Jeb Bush hat reagiert und seine komplette Mails aus seiner Zeit als Gouverneur in Florida online gestellt. Was als Zeichen der Transparenz gemeint war, verursachte viel Aufregung: In den Mails standen Unmengen von persönlichen Daten und Details.

"Morgen geht's los mit dem f**king a**hole job."

Es trifft nicht nur die Mächtigen. Ein aktuelles Beispiel: Eine Frau hat einen Job in einer Pizzeria bekommen. Und twittert dann am Abend vor ihrem Dienstantritt: "Morgen geht's los mit dem f**king a**hole job." Den Namen der Pizzeria hat sie nicht genannt. Ihr Chef antwortete trotzdem via Twitter und kündigte ihr direkt wieder: "Viel Spaß in deinem Leben ohne Geld und Job."