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Mit bis zu circa 400.000 Neuinfektionen täglich ist Indien mit am härtesten betroffen von Corona. Für den 29-jährigen Informatiker Ahmed Khan bleibt als einzige Hoffnung die Impfung.

Indien ist global betrachtet momentan das am stärksten von Covid-19 betroffene Land. Die Zahl der Infizierten im Land hat sich in drei Monaten fast verdoppelt. Die Zahl der Toten liegt inzwischen bei über 220.000, und das sind nur die bestätigten Opfer. Das Gesundheitssystem kann die Menschen nicht mehr versorgen. Es fehlt an Sauerstoff für die köstliche Beatmung, es gibt zu wenig Impfstoff und Medikamente.

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Ahmed Khamal, 29, Informatiker in Delhi, ist wegen der Pandemie vorübergehend wieder zurück zu seiner Familie nach Ambikapur gezogen, eine mittelgroße Stadt im Bundesstaat Chhattisgarh. In seiner Familie ist ein Onkel infiziert, auch in der Nachbarschaft gebe es Fälle.

Die Situation wurde unterschätzt

Während der ersten Corona-Welle im vergangenen Jahr hat es in Indien einen harten Lockdown gegeben. Die Situation und die Inzidenzzahlen haben sich in der Folge stabilisiert. Als dann die Beschränkungen aufgehoben wurden, Geschäfte öffneten und die Leute wieder rausgegangen seien, hat sich das Virus wieder mehr verbreitet.

Menschen geben Politikern die Schuld

Ahmed glaubt, dass die Politiker die Situation unterschätzt hätten und teilweise auch überfordert waren, sagt er. Die Regierung habe Fehler gemacht. Als ein Beispiel nennt Ahmed den Umgang mit den Wahlen, die stattgefunden haben. Dabei sind viele Menschen zusammengekommen, auch das könnte zur Verbreitung des Virus beigetragen haben. Viele Menschen in Indien könnten das nicht verstehen, sagt Ahmed.

"You have this massive pain in your country but you are focussing on your election. That's why people blame the government."
Ahmed Khan, 29-jähriger Informatiker aus Delhi

Ahmeds größter Wunsch in der aktuellen Situation seien Impfungen. "Vaccine is the only hope we have now", sagt er. Die Impfungen seien auch aus psychologischer Sicht wichtig für die Menschen. Ahmed hofft, dass das schnellstmöglich geschehe, damit die Menschen zumindest halbwegs zu einem normalen Alltag zurückkehren können.