Ein internationales Forscherteam sagt: Schon ein bis zwei Joints können das Gehirn von Jugendlichen verändern. Die Studie polarisiert: Sie wird in einigen Punkten von Fachleuten kritisiert, aber auch bestätigt.

Schon ein bis zweimaliges Kiffen kann dauerhafte Folgen für ein jugendliches Gehirn haben. Ein internationales Forscherteam kam zu diesem Ergebnis, nachdem es Hirnscans an 14-Jährigen vorgenommen hatte. 

"Eines der Grundprobleme, das ein paar Forscher ihren Kollegen ankreiden: Die 14-Jährigen haben weder unter Aufsicht gekifft, noch wurden bei ihnen zum Beispiel Haarproben genommen.
Raphael Krämer, Deutschlandfunk Nova Nachrichten

Knapp 50 Studienteilnehmer gaben an, dass sie schon ein- oder zweimal Cannabis konsumiert hatten. Bei dieser Gruppe gab es laut den Forschenden mehr graue Substanz in bestimmten Bereichen des Gehirns. Das muss an sich noch nicht schlimm sein, allerdings stellen die Wissenschaftler auch fest, dass diese Jugendlichen später eher Symptome von Angststörungen zeigten.

Kritik an ungenauen Untersuchungen

Quintessenz der Studie ist - sagen andere Wissenschaftler -, dass sich das Gehirn schon nach ein- oder zweimal Kiffen sichtbar verändert. Kritisiert wird die Studie allerdings, weil nicht genau kontrolliert wurde, ob die Jugendlichen mehr als zwei Mal gekifft haben. Auch der genaue THC-Gehalt des konsumierten Cannabis wurde nicht genau untersucht.

"Den Forschern reichte es, dass die 14-Jährigen 'ein- bis zweimal Kiffen' auf einem Fragebogen angegeben haben. "
Raphael Krämer, Deutschlandfunk Nova Nachrichten

Mehr zum Thema: