Italiens Regierung ist besorgt - die Italiener bekommen zu wenig Kinder. Eine Kampagne soll helfen, doch die ist leider ziemlich sexistisch. Vielleicht trotzdem eine gute Idee? In Dänemark war eine Kampagne schon einmal erfolgreich.

Die Geburtenrate ist in ganz Europa auf einem niedrigen Niveau. Laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sind es nicht einmal zwei Kinder pro Frau. Doch besonders kinderfaul sind die Italiener: 2015 kamen knapp eine halbe Million Kinder zur Welt. Das macht eine Geburtenrate von 1,35 Kindern pro Frau. In Deutschland waren es immerhin 1,47.

Italien will handeln und hat für den 22. September den "Tag der Fruchtbarkeit" ausgerufen. Ergänzend dazu hat die Regierung eine Plakatkampagne gestartet, doch die kommt nicht gut an.

Hier ein Beispiel der Kampagne: "Schönheit kennt kein Alter. Fruchtbarkeit schon" heißt es da.

Im Netz fragen sich viele: Was soll diese sexistische Kampagne? Viele halten die Aktion für dumm und echt aus der Zeit gefallen. Unter #fertilityday wird diskutiert.

Aber solche Kampagnen können durchaus erfolgreich sein. Die Dänen zum Beispiel haben im Urlaub mehr Sex als zu Hause - das zeigen Studien. Im September 2015 hat deshalb ein Reiseveranstalter schon zum zweiten Mal die Dänen dazu animiert, in Urlaub zu fahren und Kinder zu zeugen. Das hat wohl geklappt. Diesen Sommer wird es vermutlich 1200 Neugeborene mehr geben - das macht ein Plus von 7,5 Prozent.