Ein Armband soll vor dem Ertrinken schützen. Kingii heißt das etwas unschicke Accessoire und kann im Notfall einen Unterwasser-Airbag aufblasen. Auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo hat Kingii schon eine halbe Million Dollar eingesammelt.

In Deutschland sind voriges Jahr 392 Menschen ertrunken. In ganz Europa sollen es bis zu 40.000 Menschen sein, und weltweit sind es um die 370.000 Opfer. Bei Kindern ist das Ertrinken sogar die zweithäufigste Todesursache, berichtet die Wasserwacht vom Deutschen Roten Kreuz.

Kingii: Rettungs-Aribag für Unterwasser-Notfälle

Vor einigen Jahren war unter diesen Opfern ein guter Freund von Tom Agapiades. Agapiades hat angefangen nachzudenken: Würde es so viele Tote beim Fahrradfahren geben, hätte schon längst jemand etwas erfunden, das gegen einen Sturz absichert. Aber im Wasser zahle man für Fehler mit seinem Leben. Also hat er Kingii entwickelt, eine Art Pop-Up-Airbag, das ums Handgelenk wie ein Armreif getragen wird.

Kingii funktioniert so: Im Notfall kann der Airbag über einen Hebel aktiviert werden. Eine CO2-Patrone pumpt dann mit Hochdruck Luft in ein Kissen, das einen Ertrinkenden wieder an die Wasseroberfläche zieht - selbst wenn die Strömung in schon in die Tiefe gezogen hat. Mit Mini-Kompass und einer Triller-Pfeife gibt's weitere Hilfsmittel ans Handgelenk.

Für Kingii scheint es bereits einen riesigen Markt zu geben: Der Erfinder lässt sich den Airbag über eine Crowdfunding-Kampagne finanzieren und er hat schon mehr als 500.000 Dollar eingesammelt. Viel Geld, das Tom Agapiades aber auch gebrauchen kann: Kingii muss zertifiziert und getestet werden, und das kann ziemlich teuer werden.

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