Seit dem 1. Juli haben die Kinos wieder geöffnet, was viele Menschen freut. Doch wie geht es den Kinobetreibern? David Sprinz vom Programmkino Lüneburg ist begeistert, alle seien fröhlich und entspannt. Das größte Problem: Unter den vielen Filmen eine Auswahl zu treffen.

Bevor das Kino wieder geöffnet hatte, gab es schon viel Zuspruch, "viele hatten sich schon gefreut", sagt David Sprinz. Er ist Geschäftsführer des Programmkinos in Lüneburg. Gleich am ersten Tag seien viele Stammgäste in die Vorstellungen gekommen. Filmisch haben sie zu Beginn gleich zwei bis drei starke Filme im Programm gehabt. Überhaupt sei der Juli filmisch sehr stark gewesen, "weil jetzt der Filmstau abgearbeitet wird".

"Es war schon aufregend, als wir wieder aufgemacht haben. Wir wussten nicht, ob die Menschen wirklich wieder ins Kino kommen."
David Sprinz, Geschäftsführer Programmkino Lüneburg

Unterm Strich sei der Start für sein Kino sehr gut gelaufen. Aktuell hätten sie eher das Problem, dass sie stark aus dem großen Filmangebot auswählen müssen, weil sie nur vier Kinosäle haben und sie nach wie vor nicht so viele Veranstaltungen machen können wegen der Hygieneregeln. Zwischen den Veranstaltungen müssen die Pausen länger sein als sonst, auch damit sich das Publikum im Foyer nicht knubbelt.

Im Team entscheiden sie, welche Filme sie zeigen wollen und gehen dabei auch nach persönlichen Kriterien vor. Es gebe aber auch Filme, die das Publikum erwarte. Aber egal, ob das Kino-Team oder das Publikum den Ausschlag gibt, der Anspruch sei immer, qualitativ hochwertige Filme zu zeigen.

Unplanbarkeit mit Gelassenheit begegnen

In den letzten eineinhalb Jahren habe er gelernt, dass nichts mehr so planbar sei wie früher. Gerade mit Blick auf die Delta-Variante bleibe ihm nichts anderes übrig, als gelassen zu bleiben. Falls dann doch plötzlich Regeln wieder verschärft werden und er den Saalplan wegen größerer Abstände umstellen müsse, wäre das mit großem Aufwand verbunden.

Für Kinomenschen, ob Mitarbeitende in den Kinos selbst oder Menschen in der Verwaltung, war die Zeit ohne Kino, das sonst täglich geöffnet ist, eine seltsame Erfahrung, sagt David Sprinz. Müssten die Kinos wieder schließen wegen der Delta-Variante, wäre das eine große Belastung für alle.