Australische Psychologen haben jetzt rausgefunden, was man tun kann, um die Chancen für sogenannte Klarträume zu erhöhen.

Luzide Träume oder Klarträume sind Träume, in denen es uns vollkommen bewusst ist, dass wir gerade eigentlich schlafen und in die wir auch eingreifen können. Forscher der University of Adelaide in Australien sagen, genau das können wir trainieren. Wenn wir klarträumen wollen, dann müssen wir Folgendes tun: 

  • nach fünf Stunden Schlaf den Wecker stellen, 
  • aufstehen, 
  • sich das Klarträumen explizit vornehmen, und zwar indem wir immer wieder wiederholen: "Wenn ich das nächste Mal träume, werde ich mich dran erinnern, dass ich träume!"
  • im Wachsein vorstellen, dass wir bereits in einem Klartraum sind
  • und dann nach fünf Minuten wieder ab ins Bett und weiterschlafen
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Insgesamt haben bei einem Experiment 47 Teilnehmer das Klarträumen auf diese Weise geübt. 46 von ihnen hatten innerhalb einer Woche Klarträume. Und anstatt, dass sie von diesem zerstückelten Schlafrhythmus gestresst waren, zeigte es sich, dass die Probanden sogar weniger unter Schlafmangel litten. Was das anbelangt, gibt es aber auch andere Meinungen.

"Man muss aufpassen, wenn man diese Technik anwendet, dass man keine Schlafstörungen kriegt. Und dass selbst das luzide Träumen Schlafstörungen nicht wert ist."
Brigitte Holzinger leitet das Wiener Institut für Bewusstseins- und Traumforschung

Es gibt aber auch andere Methoden, und das Klarträumen zu trainieren, zum Beispiel den Reality Check: Dabei macht man sich immer wieder bewusst, dass man wach ist. Die Idee dahinter: Das wird zur Gewohnheit und auf diese Weise reflektieren wir dann auch im Traum, dass wir träumen. Brigitte Holzinger glaubt außerdem, dass es am effektivsten ist, wenn wir das Klarträumen in einer Gruppe üben und uns darüber austauschen.

"Wenn man andere Kollegen oder Gleichgesinnte findet und sich mit denen austauschen kann und auch hört: 'Ja, so ist der in den luziden Traum gekommen und dann ist das passiert und er hat das gemacht.' Das ist eigentlich das Effektivste."
Brigitte Holzinger leitet das Wiener Institut für Bewusstseins- und Traumforschung

Brigitte Holzinger sagt, dass Kinder übrigens sehr gut darin sind, klar zu träumen. Wenn man ihnen sagt: Beim nächsten Albtraum haust Du das böse Monster, dann tun sie das auch. Wir müssen also lernen, was wir verlernt haben - vielleicht auch, weil wir Träumen keine große Bedeutung schenken. Aber eine Garantie dafür, dass es wieder klappt, gibt es leider nicht.