Klimawandel und Armut hängen eng miteinander zusammen. Die Weltbank schätzt: Über 100 Millionen Menschen wird der Klimawandel in den nächsten 15 Jahren in die Armut treiben.

Laut einem neuen Bericht der Weltbank sind in den nächsten 15 Jahren über 100 Millionen Menschen durch den Klimawandel von Armut bedroht. Er führt zu Überschwemmungen, Dürren und immer schlechteren Ernten. Hunger, Krankheiten, Armut und damit auch Flucht aus den betroffenen Ländern wären die Folgen.

Die altbekannte Forderung, weltweit den CO2-Ausstoß zu begrenzen und dadurch die Erderwärmung zu verlangsamen, hilft auch den Klimawandel-bedingten Armutsanstieg zu reduzieren. Das ist vielleicht aber zu kurz gedacht. Denn die Umwelt schützen heißt auch: Energie teurer machen. Und das trifft wiederum auch und vor allem arme Menschen. Ein Dilemma, für das es keine Patentlösung gibt.

Dass es wärmer wird, ist schon jetzt unabwendbar. Die Weltbankforscher sagen: Wenn man jetzt beginnt, ein paar Dinge zu tun, dann könnte man zumindest verhindern, dass in 15 Jahren viel mehr Menschen extrem arm sind. Das Ziel ist es, Sozialsysteme aufzubauen.

Kritiker meinen, die Weltbank schade den armen Ländern. Es gibt auch Vorwürfe, dass bei ihren Projekten zu wenig auf die Umwelt geachtet wird. Seit Anfang der 90er hat sie allerdings auch zum Ziel, mehr auf die Umwelt zu achten und vor allem Schäden mitzuberechnen.

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