Die Arktis verschwindet. Viel Zeit bleibt uns nicht mehr, um sie zu erforschen und zu verstehen, wie dieses komplexe System funktioniert. Ein Vortrag der Meteorologin Susanne Crewell über "Mosaic" - der größten je geplanten Arktisexpedition.

Im September 2019 sticht das deutsche Forschungsschiff "Polarstern" von Norwegen aus in See. Das Ziel: eine Eisscholle, ganz nah am Nordpol. Dort, so die Idee, soll das Schiff auf dem Meer treiben, gefangen im Eis, und Daten sammeln. Dann kam Corona und stellte Mosaic, die größte Arktisexpedition aller Zeiten, infrage. Wie es dann weiterging, erzählt die Meteorologin Susanne Crewell. Seit Jahren erforscht sie die Erwärmung der Arktis.

"Klimawandel hat es schon immer gegeben. Der Klimawandel, den wir jetzt sehen, ist so rasant wie nie zuvor."
Susanne Crewell, Meteorologin

Weltweit steigen die durchschnittlichen Temperaturen, die Arktis aber erwärmt sich viel mehr als der Rest der Erde. In etwa doppelt so stark. Warum das so ist, haben Forscher bis heute nicht vollständig verstanden. Dabei ist die Antwort wichtig, denn sie würde uns viel darüber verraten, wie der Klimawandel fortschreitet.

"Wie ändert sich das Meereis? Es ist jetzt eigentlich schon schlimmer als das, was wir vorhersagen."
Susanne Crewell, Meteorologin

Der Vortrag

Susanne Crewell ist Professorin für Meteorologie an der Universität Köln. Ihr Vortrag hat den Titel "Die Arktis verschwindet – Wie wir der Eisschmelze auf die Spur kommen". Sie hat ihn am 16. Juni 2020 im Rahmen der Reihe exkurs der Deutschen Forschungsgemeinschaft gehalten. Hier gibt es die Folien zum Vortrag.