So schlank wie im Sommer sind wir sonst nie. Dann sind wir viel im Freien, machen Sport, essen vielleicht weniger oder zumindest weniger kalorienreich. Sobald es Herbst wird, greifen wir mehr zu beim Essen und kuscheln lieber auf dem Sofa - ideale Bedingungen für Bauchspeck.

Ein internationales Forscherteam hat 10.000 Menschen aus den USA, Deutschland und Japan beobachtet. Die Teilnehmer hatten eine WLAN-Waage zu Hause, die das Gewicht direkt verschlüsselt an das Forschungszentrum geschickt hat.

Schwere Weihnachtszeit

Die Ergebnisse haben gezeigt, dass die Teilnehmer um Weihnachten herum am meisten Gewicht auf den Rippen haben. Das liegt an dem kalorienreichen Essen wie Weihnachtsgans, Plätzchen oder Glühwein. Gleichzeitig nimmt die Bewegung in der Winterzeit ab. Im Schnitt nehmen wir von Anfang Herbst bis Anfang Januar um ein Prozent zu, was ungefähr einem halben Kilo entspricht.

Dann hält sich das Gewicht ungefähr und nimmt noch mal ein bisschen Fahrt um Ostern herum auf. In Japan findet Ende April, Anfang Mai die "Goldene Woche" statt. Dann haben viele Japaner Urlaub und essen - zum Beispiel süße Reisknödel, die sich direkt auf den Hüften ablegen.

Leider ist das halbe Kilo hartnäckig und lässt sich nicht so leicht wieder wegfasten oder –trainieren. Meist dauert es bis Sommer, bis alles wieder im Lot ist. Und nach dem Sommer geht wieder alles von vorne los. Eine andere Studie zeigt, dass Fettleibige in den USA nicht nur ein halbes Kilo, sondern sehr viel mehr zunehmen: fast zweieinhalb Kilo.

Ein bisschen hart zu sich selber sein

Wie alles Menschliche lässt sich auch dieser Kreislauf durch Willenskraft durchbrechen: Einfach im Winter schon mit dem Trainieren beginnen und weniger von den leckeren Sachen essen. Tatsächlich lassen sich in der Gewichtskurve der Teilnehmer die guten Vorsätze fürs neue Jahr ablesen: Bis zum 1. Januar steigt die Kurve an, danach nimmt sie leicht ab. Im Vergleich scheinen Deutsche auch konsequenter zu fasten und bekommen ihr Gewicht wieder gut weg.

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