Userinnen und User, die viele Emojis in ihren Chats benutzen, haben mehr Dates. Und deshalb auch mehr Sex. Zumindest statistisch gesehen, sagen US-Forschende.

Wenn wir mit Emojis kommuniziere, trainieren wir gleichzeitig unsere emotionale Kompetenz, schreiben Forschende der Indiana University Bloomington und des Lake Forest Colleges. Emojis transportieren wichtige emotionale Informationen, die bedeutend für Nähe und Intimität seien. Verwenden wir Smileys, Herzen und Co. bauen wir eine stärkere Verbindung zu unserem Gegenüber auf. Das gilt auch für Beziehungen, die nicht im Dating-Kontext stattfinden.

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Emotionale Kompetenzen mit Emojis trainieren

Laut Studienautoren sind Emoji-Fans nicht nur sexuell aktiver, sie haben auch eine größere Anzahl an Sex-Partnern und -Partnerinnen – im Gegensatz zu Emoji-Muffeln. Und auch hinsichtlich Ehe-Plänen sagen Emojis viel aus: Eine ältere Umfrage der US-amerikanischen Online-Dating-Plattform match.com zeigte, dass 62 Prozent der Emoji-Nutzerinnen und Nutzer eher heiraten. Welche Piktogramme explizit beim Dating helfen, nennen die Forschenden allerdings nicht. Deutschlandfunk-Nova-Reporter Andreas Noll rät zu Herzen und dem vor Lachen weinenden Emoji – das sei nicht umsonst eines der Beliebtesten weltweit.

Emojis als Weltsprache

Andreas Noll meint, das Forschungsergebnis sei auch damit zu erklären, dass Emojis zumindest in der ersten Kennenlernphase des Online-Datings eine Lücke füllen: Wir können sie als Platzhalter für unsere Gesichtsausdrücke verwenden und sie so in einem Chatverlauf übersetzen. Das sei auch ein möglicher Grund, warum sich Emojis in den zwanzig Jahren ihrer Existenz zu einer alternativen Weltsprache entwickelt hätten, sagt der Netzreporter. Zudem funktionieren sie unabhängig von Sprachgrenzen.

"Im Grunde sind die Emojis ja eine Rolle rückwärts. Über Jahrtausende hat der Mensch gelernt, in dem Gesicht seines Gegenübers die Emotionen zu erkennen und zu interpretieren."
Andreas Noll, Deutschlandfunk Nova