Jahrelang interessiert sich Volker nicht für Religion, die Kirche ist für ihn kein Thema. Dann verliebt er sich in Subiyah, lernt den Islam kennen - und plötzlich weiß er: Er ist Muslim.

Als Volker 15 ist, geht es ihm wie vielen Jugendlichen in der katholischen Provinz: Er findet seine Kirche verknöchert, langweilig. Religiöse Menschen, so denkt er, die haben es einfach nicht kapiert, die sind rückständig. Und was sind das auch für seltsame Regeln, die die Religionen aufstellen. Kein Gott würde sich so etwas ausdenken.

Plötzlich erkennt Volker seine Religion

Er diskutiert viel darüber, besonders mit einem Kumpel, der Muslim ist. Sie reden sich die Köpfe heiß. Und werden Freunde. Der Kumpel lädt ihn zu sich nach Hause ein. Volker lernt eine liebevolle Familie kennen. Und die Schwester Subiyah. Und da ist dann irgendwann mehr als Freundschaft. Volker verliebt sich. Er will mehr wissen über den Islam. Und irgendwann in einer Nacht im Jahr 2001 ist für ihn klar: Er ist Muslim.

"Die Zeichen Gottes kriegt jeder. Nur: Nicht jeder erkennt sie. Ich habe sie erkannt und gesagt: Islam ist mein Weg,"
Volker

Volkers Vater fällt es schwer, das zu verstehen. Er ist wenig religiös. Im Zweifel hält er es nicht mit der Kirche, sondern mit dem FC Bayern.