Colorado ist neben Washington einer der Bundesstaaten, die Marihuana Anfang 2014 legalisiert haben. Unser Korrespondent Marcus Pindur in Washington D.C. hat sich das aus seiner Sicht "gesellschaftliche Experiment" aus der Nähe angesehen und ist nach Colorado gereist.

Mit seiner Frau hat Marcus Pindur ein Geschäft aufgesucht, in dem legal Cannabisprodukte verkauft werden. Dort haben sie sich genau erklären lassen, welche Produkte es gibt, wie man diese zu sich nehmen kann, welche Wirkung sie haben und was zu beachten ist. Marcus Pindur hat sich schließlich für 20 Dollar teure Kekse entschieden, die mit Marihuana-Butter gebacken wurden.

Doch dann wurden die Kekse zum Problem, denn in Washington D.C. sind die Haschkekse alles andere als legal.

"Wir konnten die Kekse nicht mitnehmen, das wäre ein Verbrechen gewesen. Also haben wir den Keksbeutel aufgeschnitten, den wollten wir uns als Andenken mitnehmen, und haben dann den Keks in die Toilette gespült."
Marcus Pindur, USA-Korrespondent

Neben dieser "gesellschaftlichen" Recherchen durfte Marcus Pindur das WM-Spiel Deutschland gegen USA beim Public Viewing der Deutschen Botschaft in Washington miterleben. Rund 4000 Zuschauer folgten der Einladung der Botschaft. Für Marcus Pindur war es dann aber doch zu eng und die Sicht zu schlecht, so dass er in ein nahegelegenes Restaurant umzog, um das Spiel zu sehen.

"Ich würde aber davor warnen, diese leichte Euphorie und diesen Spaß am Event damit zu verwechseln, dass das jetzt auf einmal eine große Fußballnation wird."
Marcus Pindur, USA-Korrespondent

Bei einer Blitzumfrage, die Marcus Pindur in Washington machte, wussten viele US-Bürger nichts oder wenig über die WM und Fußball. Allerdings waren ein paar wenige darunter, die sehr viel wussten und auch Jürgen Klinsmann als Trainer der US-Mannschaften kannten.