Du lachst und lachst und lachst - und kannst einfach nicht mehr aufhören. Kennst du das? Am Besten lachen wir natürlich mit Freunden. Nur blöd, wenn man gerade als Nachrichtensprecher live auf Sendung ist. So wie MDR-Mann Daniel Baumbach.

Es war eine reichlich skurrile Nachricht, die den Nachrichtensprecher Daniel Baumbach diese Woche aus dem Konzept brachte: Ein betrunkener Autofahrer wurde im thüringischen Rudolstadt von der Polizei gestoppt. Über 5,5 Promille Alkohol hatte er im Blut. Die Polizei entzog den Führerschein. Zwei Stunden später stoppte die Polizei den Wagen erneut. Diesmal am Steuer: Die Beifahrerin des Mannes. Auch sie war stark alkoholisiert.

MDR-Nachrichtensprecher Daniel Baumbach konnte einfach nicht mehr an sich halten - er lachte sich schlapp, live auf Sendung.

Doch er erklärte später: Er habe nicht über die Nachricht gelacht. Die kannte er nämlich schon. Es war so, dass ein Redakteur im Studio lauthals zu lachen anfing. Daraufhin lachte auch der Kameramann. Tja - und da musste Daniel Baumbach mitlachen.

Lacht einer - lachen alle

"Weil wir Menschen uns von solchem Verhalten anstecken lassen. Wir sprechen da von den Spiegelneuronen. Sie machen, dass wir das Verhalten anderer Leute spiegeln, ohne das bewusst selber beeinflussen zu können."
Johannes Wimmer, Mediziner

Lachen ist also ansteckend. Und darum laufen bei Sitcoms oder Comedy-Shows regelmäßig automatische Lacher vom Band.

Lachen schweißt zusammen

Gemeinsames Lachen hat aber auch eine soziale Komponente: "Es ist Teil unseres menschlichen Grundbedürfnisses, sich mit anderen auszutauschen und uns mit anderen zu umgeben", sagt Johannes Wimmer. Ohne soziales Umfeld, ohne Freunde oder Familie geht es den meisten Menschen schlecht. Gemeinsam lachen schweißt zusammen. Und diesen sozialen Zusammenhalt brauchen wir alle.

Eigentlich nicht lustig

Zur Nachricht an sich hat unser Mediziner Johannes Wimmer auch noch was zu sagen: Einen Promillegehalt über 5 haben meist nur schwer alkoholkranke Menschen, sagt er. "Mit Bier würdest du so was gar nicht schaffen." Viele Menschen hätten schon bei 0,5 oder 1 Promille schwere Probleme. Es ist individuell unterschiedlich, wie viel Alkohol jemand verträgt. "Bei kleinen Kindern können schon 0,5 Promille lebensgefährlich werden."