Bob Ross ist berühmt geworden, weil er im Fernsehen mit Pinsel und Farbe kitschige Landschaften auf die Leinwand gezaubert hat. Seit 25 Jahren ist er tot. Wir können trotzdem immer noch was von ihm lernen.

Andreas Modzelewski von der Akademie Ruhr bereitet Menschen auf ein Kunststudium vor, auch er kennt Bob Ross und hat als Jugendlicher versucht, die Maltechnik des Fernseh-Malers nachzuahmen.

Er ist der Meinung, dass wir durchaus Dinge von Bob Ross lernen können, zum Beispiel die Bildkomposition. Oder mit wenigen Mitteln etwas Großartiges zu schaffen – er erinnert sich etwa an eine Folge, als Bob Ross mit einem einfachen Spachtel, Blau- und Grautönen gemischt und so einen Felsen ins Bild gezaubert hat. "Das sind Sachen, die sicherlich abzugucken sind."

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"Mir fehlt etwas die künstlerische Note."
Andreas Modzelewski, Akademie Ruhr

Andreas Modzelewski glaubt, dass Bob Ross den Eignungstest an einer Kunstakademie mit seinem Stil und seiner Technik heute nicht mehr bestehen würde. Er sei eben mehr eine Art Handwerker und weniger ein Künstler.

"Er motiviert und inspiriert auf seine Art großartig."
Andreas Modzelewski, Akademie Ruhr

Bob Ross sei durchaus geeignet, um sich von ihm inspirieren und motivieren zu lassen, sagt Andreas Modzelewski, allerdings könne man sich erst dann Künstler oder Künstlerin nennen, wenn man seinen eigenen Stil und seinen eigenen Weg des Schaffens gefunden habe.

Vorgänger von Youtube-Tutorials

Im Prinzip seien die Sendungen von Bob Ross damals eine Art Vorstufe von Youtube-Erklär-Videos gewesen, findet Andreas Modzelewski – eine gute Methode, um grundsätzliche Zeichentechniken zu lernen. Heute sei es natürlich noch viel praktischer, dass wir ganz einfach zurückspulen können, um uns entscheidende Stellen wieder und wieder anzuschauen.

Für Menschen, die an einer Akademie Kunst studieren möchten, seien solche Tutorials durchaus ein guter Startpunkt. Allerdings, gibt Andreas Modzelewski zu bedenken, könnten sich bei einem Selbststudium auch schnell mal Fehler einschleichen, die sich dann durch alle weiteren Bilder ziehen. Deswegen sei es für diejenigen, die wirklich professionelle Absichten haben, auch wichtig in Anwesenheit eines echten Zeichenlehrers an den eigenen Werken zu arbeiten.