Marathon etwas anders: In Frankreich bekommen die Läufer an den Pausen-Stationen Rotwein, in den USA Donuts. Wer will, kann auch in alten Tempelstädten oder auf der chinesischen Mauer laufen.

Was ist beim Sport nicht alles mit anderem kombiniert worden. Langlauf mit Schießen, Joggen mit Radfahren und Schwimmen, Boxen mit Schach, Marathon mit Rotweintrinken.

Hä?

Ja, stimmt. Beim Marathon im französischen Medoc gibt es an den über 20 Trinkstationen statt Wasser Rotwein. Passt auch: Immerhin rennt man da an Weingütern vorbei, die Weinkennern die Ohren schlackern lassen: Châteaux Latour oder Châteaux Mouton Rothschild.

Und so wird der Marathon weniger als sportliches Event definiert. Er dient vielmehr der Gastfreundschaft und Freude. Ein Rahmenprogramm gibt es auch, und jeder Läufer, der es durch das Ziel geschafft hat, bekommt eine Flasche Rotwein geschenkt.

Ähnlich, aber dann doch irgendwie amerikanischer, geht es in Raleigh im Bundesstaat North Carolina in den USA zu. Hier sollen die Läufer vier Kilometer zu einem Donut-Laden laufen, dort zwölf Donuts essen, und dann geht es die vier Kilometer wieder zurück. So sinnlos das klingt: Das Ganze ist keine Werbeaktion für den Donut-Laden, und nebenbei werden Spenden für das örtliche Kinderkrankenhaus gesammelt.

Neben den Marathonläufen, bei denen es ums Essen geht, gibt es inzwischen auch diverse andere Angebote. Manche Reiseanbieter haben sich auf exklusive Laufumgebungen spezialisiert. Die einen bieten Läufe in einer alten Tempelstadt in Myanmar an, andere auf der Chinesischen Mauer oder am Polarkreis.