Wenn L'aupaire neue Songs schreibt, versucht er tief in sich rein zu hören und fragt sich: Wie geht es mir eigentlich gerade? Sein erstes Album "Flowers" erscheint am 11. März.

Für Robert Laupert alias L'aupaire läuft es gerade ziemlich gut. Das erste Album ist im Kasten, die erste größere Tour steht ab April an. Zeit, einmal durchzuatmen und zurückzublicken. Und ein paar typische Musiker-Fragen zu stellen, wie: Wie bist du eigentlich zur Musik gekommen? Was ist das besondere an deiner Musik? Wer sind deine musikalischen Vorbilder?

Nein, diese Fragen haben wir natürlich elegant umschifft! Aber wir haben trotzdem Antworten bekommen. Musik jedenfalls war schon immer L'aupaires Ding. Schon mit 16 hat er täglich mit seinen Freunden gejammt. Nach dem Abitur hat er in Holland Saxofon studiert. Und die gängigen Pop-Instrumente - Bass, Gitarre, Keyboard - spielt er alle selbst.

Ein Multi-Instrumentalist und Perfektionist

Sein Traum: einmal einen tollen Flügel zu besitzen. Eine Harfe würde er sich auch ohne Weiteres ins Wohnzimmer stellen. Und wenn du ihn fragst, welches Instrument du zum Einstieg schnell mal lernen könntest, würde er dir die Gitarre empfehlen.

"Da kann man mit drei Akkorden sieben Milliarden Lieder spielen. Fang einfach damit an. Das Geheimnis: Jeden Tag zehn Minuten üben, zwei Monate lang."
L'aupaire

Mit 16 Jahren hat L'aupaire gerne Jimi Hendrix gespielt. "Das kann ich jetzt bestimmt gar nicht mehr", sagt er. Aber ein riesen Fan von Jazz, Blues, Woodstock und dem Sound der Zeit ist er immer noch. Wenn man ihn - was manche tun - mit Bob Dylan vergleicht, lässt ihn das aber eher ratlos: "Menschen müssen Vergleiche machen", sagt er. "Mir fällt es schwer, solche Vergleiche anzustellen."

Schepperte Clubs und ein Kammermusiksaal

2014 ging L'aupaire mit seiner ersten EP "Rollercoaster" ziemlich durch die Decke, er hat über 100 Konzerte gespielt, wurde eingeladen zum South by Southwest Festival. Und nun, am 11. März, erscheint sein Debüt-Album Flowers. "Ich wäre wahrscheinlich nie fertig geworden, wenn's nicht den Zeitdruck gegeben hätte", sagt er.

Am 6. März stellt L'aupaire Flowers exklusiv beim DRadio-Wissen-Radiokonzert in Köln vor - und zwar im Kammermusiksaal des Deutschlandradios. "Ich freue mich sehr", sagt er. "Ich kenne sonst auch nur die schepperten Clubs und die Outdoor-Bühnen von Festivals."

"Ohne Spaß: Das wird was ganz Besonderes. Weil wir das Album zum ersten Mal von vorne bis hinten durchspielen, live. Das haben wir noch nie gemacht. Und wir denken uns natürlich auch die eine oder andere Überraschung aus."
L'aupaire

Das L´aupair Radiokonzert von DRadio Wissen findet am 6.3.2016 statt. Wir übertragen es live, ab 19:30 Uhr.

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