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Lea Charlotte Kus ist die jüngste Landtagswahl-Kandidatin in Sachen-Anhalt. Am Sonntag wird dort gewählt und nach zwei Legislaturperioden ohne die FDP sieht es wieder danach aus, als würden die Liberalen in den Landtag einziehen. Gute Chancen also für die 18-Jährige?

Lea Charlotte Kus ist 18 Jahre alt und offenbar ein Organisationsprofi. Neben ihrer Vorbereitung auf das Abitur und auf ein Medizinstudium hat sie Wahlkampf für die FDP und nicht zuletzt auch für sich selbst gemacht, denn die Liberale will als jüngste Kandidatin in den Landtag von Sachsen-Anhalt einziehen.

Chancen realistisch einschätzen

Dass das auch wirklich passiert, glaubt sie selbst aber nicht. Zwar hat die FDP nach zwei Legislaturperioden wieder gute Chancen, in den Landtag zu kommen – aktuelle Umfragen gehen von rund acht Prozent aus. Da sie aber nicht auf einer Liste steht, glaubt die 18-Jährige nicht, dass der Einzug ins Parlament wirklich realistisch ist.

"Mir geht es gar nicht so sehr darum, in den Landtag einzuziehen, Ich will mich politisch engagieren."
Lea Charlotte Kus, FDP-Politikerin

Lea Charlotte Kus gehe es gar nicht so sehr darum, wirklich in den Landtag einzuziehen. Sie müsste über das Direktmandat gewählt werden. Das sei nicht so realistisch, sagt sie. Was ihr viel wichtiger ist, ist, sich politisch zu engagieren, sagt sie und die FDP nach außen zu präsentieren, "so wie ich sie sehe".

Sachsen-Anhalt braucht junge Positionen in der Politik

Ihrer Meinung nach ist die FDP bei vielen Menschen sehr klischeebehaftet – als klassische Reichen-Partei. Das sieht sie anders. Aus ihrer Sicht steht die FDP für ein "modernes, nachhaltiges und innovatives Sachsen-Anhalt – frei von Ideologien und mit einem sehr liberalen Weg".

"Ich finde die Kombination ist das, was unser Bundesland gerade braucht und das ist auch das, was ich den Leuten zeigen will."
Lea Charlotte Kus, FDP-Politikerin

Sachsen-Anhalt sei überaltert, sagt sie. Die jungen Leute würden das Bundesland verlassen, und das findet sie schade. Sie hofft, dass sich mehr junge Leute politisch engagieren, damit auch die jungen Positionen politisch gehört werden, sagt sie.

"Die Jungen ziehen weg. Das liegt auch daran, dass ihre Positionen von der Politik nicht vertreten werden."
Lea Charlotte Kus, FDP-Politikerin

Wie es nach dem Wahlsonntag in Sachsen-Anhalt für sie weiter geht, weiß sie noch nicht. Die FDP weiterhin vertreten will sie auf jeden Fall. An welche Uni sie kommt, in welchem Bundesland, stehe aber noch nicht fest. "Da werde ich sehen, was die Zukunft bringt, und die Bewerbungen", sagt sie.