Der kleine Bonbonhersteller aus der Provinz neben riesigen Grillständen an denen Milliardengeschäfte getätigt werden - das ist die Anuga.

Die Anuga ist die weltweit größte Messe für Lebensmittel. Den einen Trend gibt es in diesem Jahr nciht. Aber die Vielfalt ist riesig. Während in der einen Halle der kleine Bonbonhersteller seine fünf handgemachten Bonbonsorten vorstellt, ist die nächste Halle erfüllt von Grillgeruch, wie sonst nur im Sommer im Park. 

"Das ist alles ziemlich provisorisch, da wird das Werbematerial aus dem Rollkoffer gezogen und die beiden größten Hallen sind von gigantischen Fleischproduzenten belegt."
Martin Schütz war für Deutschlandfunk Nova auf der Anuga
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Try some Kyoto Wagyu Beef? So heavily marbled, hard to decide where to start with this.. 💭😍 * Kyoto Beef at Anuga Trade Fair Cologne 👌🔪🍖 ~~~ #fleischbotschafter #anuga #meatporn #wagyubeef #steakporn #meat #lchf #butcher #kobe #sirloin #miyabi #wagyu #steak #glutenfree #paleo #steaks #黒毛和牛 #肉 #ステーキ #fleisch #bbq #fitness #japanesebeef #japanfood #kyoto #japanese #carnivore #beef #GINKAKUJIONISHI #noMeatNoLife ~~~ ➡️ www.fleischbotschafter.de - Foodblog all about meat - check it out! ⬅️

Wie wichtig die Messe für die Hersteller ist, zeigen diese Zahlen: Allein die brasilianische Fleischindustrie verkauft auf der Anuga die gesamte Fleischproduktion für neun Monate. Entsprechend pompös sind die Stände. Zutritt nur mit Termin, es laufen dutzende Kellner rum, es gibt Bars - und extra Büros für Verhandlungen.

"Das sind Milliardendeals, die da abgeschlossen werden!"
Martin Schütz war für Deutschlandfunk Nova auf der Anuga

Der größte Spaß ist aber, wirklich exotische Sachen zu probieren. Zum Beispiel einen Snack aus Thailand, der damit beworben wird, dass er aus Nahrungsmittelabfällen hergestellt ist. Genauer gesagt aus entsorgtem Surimi aus der Nahrungsmittelproduktion. Sieht aus wie die Krabbenchips vom chinesischen Imbiss ist rund - so richtig überzeugt vom Geschmack ist Reporter Martin Schütz aber nicht.

Neben Fleisch bekommen auch vegane Alternativen eine immer größere Bedeutung auf der Lebensmittelmesse. Neu im Regal könnte demnächst ein Tofu sein, der nach Thunfisch schmecken soll. Aber auch der konnte Martin Schütz nicht überzeugen. Richtig lecker fand unser Reporter hingegen ein koreanisches Kimchi aus Sesamblättern und Bärenklau. Was auffällt: Selbst in an sich schon eiweißhaltige Lebensmittel werden noch mal extra Proteine reingepumpt.

Umsatzplus dank Preissteigerung

Obwohl sich bei der Anuga in diesem Jahr also keine echten Lebensmitteltrends abzeichnen: Was gut läuft wird auf jeden Fall weiter entwickelt. Und insgesamt gesehen lässt sich feststellen, dass es der Lebensmittelbranche ganz gut geht. Die Industrie verzeichnet aktuell ein Umsatzplus von sechs Prozent. Das liegt allerdings nicht daran, dass die Verbraucher mehr kaufen. Viele Lebensmittel sind einfach teurer geworden.

15 Likes, 7 Comments - Laura Swain (@laurabakescake) on Instagram: "After a day of scoping out #trends at this year's #anuga, I've decided to segue into the #dairy..."
After a day of scoping out #trends at this year's #anuga, I've decided to segue into the #dairy hall to eat my bodyweight in #cheese samples. Today's #highlights to come #cheesefiend #awholewheelofcheese #healthydecisionmaking #anuga2017 #noshame @wearestylus #trendhunting

Vor allem der deutsche Markt bekommt die internationale Konkurrenz zu spüren. Fast 90 Prozent der Aussteller auf der Anuga kommen aus dem Ausland. Für die deutsche Lebensmittelindustrie wird es immer schwieriger, preiswert an Ressourcen und Produkte zu bekommen. Und auch wenn deutsche Waren auf dem internationalen Markt boomen ist das nicht unbedingt von Vorteil.

Aktuell gibt es zum Beispiel das Problem, dass Butter und Molkereiprodukte aus Deutschland auf dem chinesischen Markt boomen. Die hohe Nachfrage sorgt dafür, dass auch hier Milchprodukte für den Verbraucher teurer werden.