Nicht Großstädte wie Köln, Berlin oder München, sondern die eher normalen, kleinen Städte schrumpfen. Das Problem: Keiner will dort wohnen, geschweige denn hinziehen. Es sei denn, sie werden attraktiv.  

Im sauerländischen Altena in NRW kämpft man um jeden Einwohner. In den 50er Jahren gab es hier viel Industrie - viele Häuser wurden in kurzer Zeit hochgezogen - aber irgendwann wanderte die Industrie ab. Inzwischen sind nur noch die Hälfte der Einwohner da und viele Häuser stehen leer. Die Atmosphäre ist eher beklemmend.   

"Es ist dunkler, ruhiger geworden."
Anwohnerin in Altena
"Es ist sehr beängstigend, wenn so viele Menschen wegziehen und dann die Geschäfte schließen. Ich habe sehr viel Angst."
Anwohner in Altena

Ein ganzer Straßenzug verschwindet in Altena

In Altena sieht man viele verlassene Mehrfamilienhäuser. Bis 2020 wird sogar ein ganzer Straßenzug komplett verschwinden, was auch bedeutet, dass die Infrastruktur wie Straßenbeleuchtung und Versorgungsleitungen zurückgebaut werden. Ein paar letzte Mieter müssen sich noch eine neue Bleibe suchen, den wenigsten fällt das aber schwer. 

"Ich wollte sowieso ausziehen. Scheiß Gegend hier!"
Stefan, einer der letzten Bewohner eines bald verschwindenden Straßenzugs
Das Ortseingangsschild von Finsterwalde (Brandenburg) aufgenommen am 23.10.2017. Foto: Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/ZB
© dpa
Das Ortseingangsschild von Finsterwalde (Brandenburg)

Bevölkerungsrückgang und schrumpfende Städte sind eher Phänomene, die Wissenschaftler aus den ostdeutschen Städten kennen. Finsterwalde im südlichen Brandenburg ist so eine Stadt, die auch massiv mit Abwanderung kämpft. 

Dort ging die Bevölkerung seit der Wiedervereinigung von 24.000 auf 17.000 Einwohner zurück. Was aber vergleichsweise moderat ist, weil diverse Gegenmaßnahmen ergriffen wurden. Angefangen bei einer Zuzugsprämie, die zumindest Umzugskosten auffangen konnte, über Sanierung von Altbauten bis hin zu schnellem Internet, Spielplätzen, Kitaangeboten und Sportbereichen. 

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