Er schuf das wohl berühmteste Gemälde aller Zeiten - und noch sehr viel mehr. Vor 500 Jahren ist Leonardo da Vinci gestorben.

Sein Talent ließ sich schon früh erahnen: Schon anhand zweier kleiner Engelchen, die der Lehrling Leonardo aus Vinci, einem kleinen Dorf in der Toscana, eigenmächtig auf ein Gemälde der Taufe Christi gemalt hat.

Aber es war nicht nur das Talent zum Malen, das Leonardo da Vinci zu einem der berühmtesten und wichtigsten Künstler der vergangenen 500 Jahre gemacht hat. Leonardo interessierte sich für alles, was sein Auge zu sehen bekam, weil er die Natur erforschen und verstehen wollte. Die Folge: Viele seiner Bilder vollendete er nicht. Oft war er in Zeitverzug und verbrachte seine Tage lieber in der Natur als im Atelier.

Geheimnisvolles Lächeln

Sein berühmtestes Bild ist die Mona Lisa. Geheimnisvoll lächelt sie den Betrachter an und blickt doch gleichzeitig verloren und streng. Die beiden Gesichtshälften vermitteln eine andere Gefühlslage der Porträtierten, die obendrein einen leichten Silberblick hat, der die Betrachter überall hin zu verfolgen scheint.

Aber so faszinierend dieses Bild auch ist, Leonardos Skizzen über Flugmaschinen und andere technische Geräte, über menschliche Körperproportionen und Detailstudien aus der Natur machen klar: Leonardo war mehr als ein Maler, er war ein Universalgenie.

Ihr hört in dieser Folge Eine Stunde History

  • Der Kunsthistoriker Boris von Brauchitsch hat sich mit dem Leben und Wirken Leonardos beschäftigt
  • Der Historiker und Buchautor Volker Reinhardt schildert das Wirken Leonardos in der Renaissance
  • Deutschlandfunk-Kulturredakteur Stefan Koldehoff ordnet die Bedeutung Leonardos in die Kunstgeschichte ein.
  • Deutschlandfunk-Nova-Geschichtsexperte Matthias von Hellfeld schildert die Aufbruchstimmung am Beginn der Renaissance und die Auswirkungen des neuen Denkens auf alle Kulturbereiche.
  • Reporter Benedikt Schulz blickt zurück auf die Entstehung der Mona Lisa