Wer sich etwas zu Essen bestellen möchte, der soll in Zukunft auf Amazon klicken: Amazon will auf dem harten Markt der Food-Lieferdienste mitmischen.

Bisher gibt es nur zwei Städte in Deutschland, in denen Amazon richtig schnell liefern kann: Innerhalb einer Stunde könnt ihr bestimmte Produkte bekommen, wenn ihr in Berlin oder München sitzt. Etwas Warmes zu Futtern werdet ihr aber auch in den beiden Millionenstädten noch nicht bekommen: Amazon testet den Lieferservice für Europa erstmal in London.

"Du kannst ein Gericht über die Amazon-Prime-Now-App bestellen. Die Lieferung ist ab 15 Pfund für Amazon Prime Mitglieder kostenlos."
DRadio-Wissen-Reporterin Donya Farahani

Für die Essenslieferung nutzt Amazon seine Same-Hour-Delivery-Struktur, stockt die Zahl der Mitarbeiter dann für die Haupt-Essenszeiten aber auf. "Damit wird es Amazon den anderen Essens-Auslieferern schwer machen", schätzt DRadio-Wissen-Reporterin Donya Farahani ein. "Ein fetter Konkurrent ist da, der Preiskampf beginnt." Jedenfalls wenn Amazon sich nicht mehr nur auf London beschränken will.

Amazons Trumpf: Kostenlose Lieferung

Der Markt ist für Essenslieferanten in Deutschland schon jetzt ein hartes und umkämpftes Geschäft. Lieferdienste wie Foodora oder Deliveroo gehören in manchen Städten schon zum normalen Straßenbild. Amazon hat allerdings einen mächtigen Trumpf in der Hinterhand: Ihr Service kommt kostenlos. Jedenfalls kommen auf Amazon-Prime-Kunden keine Extrakosten zu. Sie zahlen 80 Pfund oder wie uns 50 Euro, dafür werden sie beliefert. Deliveroo und Co nehmen eine Provision und eine Liefergebühr.

Auch Google will mitmischen

Für Amazon ist das auch eine fette Marketingaktion, der Konzern will für seine Prime-Dienste werben. Allerdings schauen die anderen Netzriesen der Welt dabei nicht tatenlos zu: Auch derGoogle-Konzern Alphabet will auf heiß geliefertes Essen setzen: Testweise gibt es Burritos und Tacos an Studenten der Virginia Tech Uni - per Drohne.