Von unartig frittiertem Schweinebauch und orgiastischer Pastete ist bei Online-Bewertungen von US-amerikanischen Restaurants die Rede. Forscher der Standford Universität haben die Wortwahl von Restaurant- und Frittenbudenbesuchern untersucht.

Forscher der Standford Universität haben sich Restaurantkritiken von Yelp-Usern angeschaut. Ihre Feststellung: Wenn die Nutzer ein teures Restaurant besucht hatten und mit dem Essen zufrieden waren, wurden viele Sex-Metaphern genutzt, um die Gerichte zu beschreiben.

"Here are some words from positive reviews: orgasmic pastry, very naughty deepfried pork belly. The more expensive the restaurant, the more mentions of sex."

Die Überreste eines lukullischen Gelages in einem New Yorker Restaurant

Fast Food wird mit Drogen verglichen

Fröhnten Yelp-Nutzer ungesunden Genüssen an einer Imbissbude, neigten sie dazu das Gegessene mit Drogen zu vergleichen. Möglicherweise, weil sie ein schlechtes Gewissen hatten. Sie sprachen von einer Sucht nach Fastfood, um ihr Verhalten damit zu rechtfertigen, denkt Linguist Dan Jurafsky von der Standford Universität.

"If you are talking about, that you are addicted to the french fries or that the chocolate in the croissants is like crack. When food is cheap or unhealty we feel guilty, so we talk about it like an addiction."

Traumatische Erlebnisse im Restaurant

Wenn die Restaurantkritik so klingt, als ob der Verfasser ein schwerwiegendes Trauma erlebt hat, dann muss das nicht zwangsläufig am Essen liegen. Manchmal reicht es auch, wenn die Kellner unfreundlich waren und der Restaurantbesucher sich einfach schlecht behandelt fühlt.

"These one-star-reviews are trauma narratives: it is all about someone who is traumatised by someone who is being mean to them."