"Die Kometenjäger" heißt der erste Roman des Journalisten Marc Deckert. Die Geschichte handelt von Sonne, Mond und Sterne - natürlich - und das auf jeder einzelnen Seite. Doch es geht auch um eine Freundschaft, die zwei jungen Männern hilft, sich wiederzufinden, vielleicht sogar: sich überhaupt zu finden.

Philipp ist 28. Während sich seine ehemaligen Schul- und Uni-Kollegen in alle Welt verstreut haben, hält es ihn im heimatlichen Landsberg am Lech, im beschaulichen Oberbayern. Seine Mutter putzt ihm noch immer das Bad. Er selbst versucht sich wenig erfolgreich, aber ausdauernd als Zeichner. Der Besuch der Stammkneipe gehört genauso zu seinem Alltag wie die Wochenendbeziehung mit Vera.

Der Beginn einer Freundschaft

Für den Auftrag, ein Kinderbuch über Astronomie zu illustrieren, bequemt sich Philipp in die städtische Sternwarte - zum Zweck der Recherche. Dort trifft er auf Tom. Der 23-Jährige ist seltsam, ein hochintelligenter Eigenbrötler, der bei seinem brüllenden Vater lebt und bis auf die Sterne keine Freunde hat. Tom hilft Philipp bei der Buchgeschichte - und so beginnt die Reise.

Reise in die Ferne - zu den Sterne - zu dir selbst

Philipp findet sich wieder an einer Kreuzung im Süden Arizonas, irgendwo in der menschenleeren Provinz, wo er auf der Reise nach Tucson einen Zwischenstopp eingelegt hat. Dort will er jemanden treffen: Einen alten Kometenjäger, der Augen wie ein Luchs haben soll. Tom hatte ihm von diesem Mann erzählt.

Lebenserfahrungen

Die Reise führt die Jungs zu unzähligen Sternwarten und Wissenschaftlern, zu Gleichgesinnten, aber auch zu Skeptikern, die in ihnen weltfremde Freaks sehen. Philipp lernt unterwegs eine Menge über das Weltall und die Technik, die es sichtbar macht. Für sein Kinderbuch wird er das Wissen anwenden können, für sein Leben wohl kaum. Und doch erfährt Philipp auf der Reise etwas sehr wichtiges. Auch Tom verändert sich, der Einzelgänger entwickelt so etwas wie Empathie und Verantwortungsbewusstsein, und das nicht nur für sich.