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Viele Gastronomen und Hoteliers hoffen auf weitere Lockerung. Auch Iga Raczka. Sie ist sich aber noch unsicher, welche Schutzmaßnahmen wirklich helfen und auch umsetzbar sind.

Von 25 Beschäftigten musste das Kölner Restaurant "Wallczka" die Hälfte entlassen. "Die Festangestellten haben wir teils in Kurzarbeit schicken müssen", sagt Iga Raczka, die das Wallczka betreibt. Die Minijobber mussten sie jedoch alle entlassen.

Speisen außer Haus: Das läuft ganz gut

Auch das Wallczka ist von den Maßnahmen gegen den Ausbruch des neuartigen Coronavirus betroffen und musste im März schließen. Seitdem bietet das Team Speisen außer Haus an. Es gibt täglich wechselnd ein paar warme Gerichte, auch Sandwiches, Kuchen und Kaffee - alles zum Mitnehmen.

Kundschaft gibt es genug. Die Bilanz für den Monat April fällt gut aus. "Wir sind positiv überrascht", sagt Iga Raczka. Dass es relativ gut läuft, hängt damit zusammen, dass sie zurzeit die Kosten niedrig halten. Iga Raczka und ihre Mitinhaberin stehen täglich mit im Laden, hinzukommen zwei bis drei Beschäftigte.

Hygiene- und Abstandsregeln für die Gastronomie

Iga Raczka würde sich wünschen, wenn sie bald wüsste, wann sie wieder öffnen können. "Damit wir entsprechende Maßnahmen treffen können." In Nordrhein-Westfalen fehlt solch ein konkretes Datum bislang. Doch das kann sich bald ändern.

Die Restaurantbetreiberinnen Iga Raczka (rechts) und Julia Wallstab sitzen nebeneinander an einem Tisch.
Iga Raczka (rechts) betreibt das Restaurant gemeinsam mit der Mitinhaberin Julia Wallstab

Doch für ein Restaurant wie das Wallczka wird auch eine Öffnung verbunden mit den nötigen Hygiene- und Abstandsmaßnahmen keine richtige Lösung sein.

Von den 16 Tischen mit rund 50 Plätzen werden sie nur noch die Hälfte besetzen können, um die notwendige Regeln einzuhalten, so Iga Raczka. "Für uns lohnt sich das nicht." Denn zu den Stoßzeiten müssten trotzdem vier Beschäftigte mitarbeiten.

"Im Moment schein es sehr schwierig, Maßnahmen zu treffen, die wirklich in der Realität umsetzbar sind."
Iga Raczka, Restaurant Wallczka

Sie wünscht deshalb, dass Außenflächen kostenfrei nutzbar werden. So könnten sie zusätzlich zu den Plätzen im Restaurant noch draußen Kundschaft mit Essen versorgen. Aber natürlich sind die Außenbereiche wiederum abhängig von gutem Wetter. Welche Maßnahmen wirklich helfen und umsetzbar sind, sei schwierig zu sagen, so Iga Raczka.