Manukahonig soll gut für Haut und Stimme sein und ist ziemlich teuer. Allerdings können wir nicht sicher sein, dass auch Manuka drin ist, wenn es drauf steht.

Scarlett Johannsson, Kim Kardashian und Ed Sheeran stehen auf Manukahonig, allerdings ist der auch ziemlich teuer: 40 bis 80 Euro kostet ein Glas. Warum? Erstens kommt er aus Neuseeland - denn nur dort gibt es Manukabäume. Und zweitens ist die Nachfrage derzeit sehr hoch, weil dem Manukahonig nachgesagt wird, er sei ein Superfood.

"Manukahonig ist auf jeden Fall antibakteriell wirksam. Das ist auch in vielen Studien untersucht worden."
Verena von Keitz, Deutschlandfunk Nova

Manukahonig ist antibakteriell, denn der Baum, von dessen Blüten Bienen den speziellen Honig ernten, enthält Substanzen, die Bakterien, Pilze und Viren abtöten können. Und diese Substanzen finden sich auch im Honig wieder.

Medizin der Ureinwohner

Die Maori, also die neuseeländischen Ureinwohner, haben die Blätter des Manukabaumes früher auch auf Wunden gelegt. Oder sie haben bei Husten die Blätter zerrieben und den Duft wie ein ätherisches Öl eingeatmet. Viele denken deswegen, dass auch der Honig heilsam sein muss - und essen jeden Tag einen Löffel.

Das Problem: Ein Großteil von dem, was wir als Manukahonig kaufen, kann aber kein echter Manukahonig sein. Denn in Neuseeland werden pro Jahr nur etwa 1700 Tonnen Manukahonig  produziert. Auf dem Markt wird aber etwa die fünffache Menge angeboten. 

Neuseeländische Honigproduzenten versuchen deswegen schon seit einiger Zeit, einen Test zu entwickeln, mit dessen Hilfe sich die Echtheit vom Honig überprüfen lässt. Da geht es dann darum, dass bestimmte Substanzen in einer festgelegten Konzentration im Honig enthalten sein müssen. Das neuseeländische Land- und Forstwirtschaftsministerium will in Kürze festlegen, wie hoch die genau sein soll.