Technik macht ja manchmal, was sie will. Aber beim Mars-Roboter Perseverance ist das anders. Der macht einen sehr guten Job. Seit einem Jahr erforscht der Rover den Mars. Und nun macht er sich zu einem alten Flussdelta auf.

Perseverance heißt Ausdauer und Beharrlichkeit, und das scheint ein treffender Name für den NASA-Rover zu sein. Der Roboter macht, was er soll, so Carolin Liefke. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Haus der Astronomie. "Und viele Sachen laufen sogar besser als man sich das vorgestellt hat." Zum Beispiel hat der Roboter mehr Helikopterflüge hingelegt als ursprünglich geplant.

"Im Großen und Ganzen ist das alles sehr, sehr erfolgreich."
Carolin Liefke, Haus der Astronomie über das NASA-Projekt Perseverance

Seit einem Jahr ist der Roboter nun auf dem Mars unterwegs. Bislang ist er vor allem herumgefahren und hat verschiedene Bereiche untersucht, so Carolin Liefke. Denn Perseverance ist vor allem ein kleiner Helfer, um Bodenproben vom Mars zu nehmen, die später zur Erde zurückgebracht werden sollen. "Das wird noch ein paar Jahre dauern", sagt Carolin Liefke. Dieser nächste Schritt wird Teil einer weiteren Mission sein.

Bodenproben sollen den Mars erklären

Neben Bohren und Proben entnehmen, überträgt der Mars-Roboter auch Töne. "Das sind lauter so Kleinigkeiten, die wir vorher nie gemacht haben auf dem Mars", sagt Carolin Liefke. Wobei man ehrlich sagen muss, die Arbeit erledigt Perseverance...

Aber vor dem Roboter liegen noch weitere aufregende Aufgaben. Denn als nächstes soll der Rover ein Flussdelta untersuchen. "Das ist dann natürlich eine spannende Gegend", sagt Carolin Liefke. Der Roboter soll dann mögliche Flusssedimente untersuchen, zumindest erhoffen sich Wissenschaftler*innen solche Sedimente und möglicherweise Spuren von Leben.

Auf der Suche nach Spuren von Leben

Der Mars ist für die Wissenschaft interessant, eben weil er neben dem Mond unser nächster kosmischer Nachbar ist, so Carolin Liefke. Und der Mars war einst eine feuchte Welt, mit reichlich Wasser. Auch wenn sich das vor Milliarden von Jahren geändert hat, gibt es Spuren dieser alten Wasservorkommen, die es zu untersuchen gilt.

"Da schwingt der Traum der Menschheit mit, vielleicht mal irgendwo anders leben zu können. Auch dauerhaft."
Carolin Liefke, Haus der Astronomie über die Marsforschung

Der Mars-Roboter soll noch ein weiteres Jahr seinen Job machen. Falls er dann noch funktioniert, wird er kaum abgeschaltet werden. Aber auch Perseverance hat eine begrenzte Lebensdauer.