Die Dinosaurier sind die bekanntesten Tiere, die ausgestorben sind. Dabei gab es auf der Erde schon so viele Lebewesen, von denen wir heute allenfalls noch Spuren entdecken können. Im Laufe der Geschichte gab es mehrere Phasen des Massenaussterbens. Eine davon ereignete sich im späten Devon vor 360 Millionen Jahren.

In der Zeit spielte sich das Leben vor allem unter Wasser ab. Damals schwammen im Meer zum Beispiel riesige Monsterfische - größer als Haie - sogenannte Panzerfische. Aber es gab auch kleine, lustige Lebewesen, wie die Tentakuliten. Die sahen aus wie kleine Eistütchen, starben aber aus, so wie 75 Prozent der Lebewesen auf der Erde.

Ursache für das Massenaussterben unklar

Wissenschaftler haben trotz intensiver Forschung die Ursache für diesen Massentod noch nicht herausgefunden. Sie vermuten, dass ein Vulkanausbruch oder ein Meteoriteneinschlag verantwortlich ist.

"Die Auswirkungen waren auf der ganzen Welt zu spüren."
DRadio Wissen Autor Michael Böddeker über das Massenaussterben

Im Kellwassertal im Harz sind noch Spuren aus der Zeit von damals zu finden. Das Kellwassertal lag damals unter Wasser. Heute findet man "Überreste von totem, organischem Material", wie der Paläontologe Jens Rust sagt.

"Wenn man riesige Mengen von organischem Material ins Meer kippt, dann ist irgendwann unten alles tot."
Paläontolge Jes Rust von der Uni Bonn zum Massenaussterben vor 360 Millionen Jahren
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Das Kellwassertal ist für Paläontologen ein wahrer Schatz. Hier können sie die Zeit von früher ergründen.

Mit dem Massensterben vor 360 Millionen Jahren war es wie so oft mit einem jähen Ende; ihm wohnte auch ein Anfang inne. Neue Pflanzen und Tiere entstanden. Größte Profiteure vor 360 Millionen Jahren waren die Amphibien.