Zwei Orte, an denen eine Luftmatratze uns den Tag retten kann: Badesee an einem heißen Sommertag oder auf einem Musikfestival, um entspannt über die Menschenmenge zu surfen. Die Gelegenheit, beim Crowdsurfing allen die Show zu stehlen.

Von der Mainstage wummert schon die Bass Drum des letzten Soundchecks bis zum Zeltplatz herüber. Das erste Bier hat bereits den Öffner gesehen, aber das eigene Zelt weigert sich immer noch, von alleine stehen zu bleiben. Und wer hat eigentlich die Luftmatratze aufgeblasen?

Damit wenigstens das Aufpumpen der Matratze kein Grund mehr ist, die erste Band zu verpassen, haben wir ein paar Tipps für euch parat:

1. Elektropumpe

Um die Lungen zu schonen und beim Aufblasen nicht ohnmächtig zu werden, verwendet einfach eine kleine und bequeme Elektropumpe. 

"In der Regel hat man so 20 bis 30 Minuten Laufleistung mit einer Akku-Ladung, das heißt: Da kann man die Matratze schon mehrere Male aufpusten, kein Problem."
Ekkehard Brahm, Outdoor-Laden "Sack und Pack"

Auf- und Abblasen ist mit Elektropumpe ein Kinderspiel - entweder über Akku oder Netzstecker mit Strom versorgen.

2. Notfall-Set vom Auto

Viele Autos sind mittlerweile mit einem hilfreichen Notfall-Set ausgestattet. Oft ist auch eine kleine, elektrische Pumpe dabei. Die Kompressoren aus dem Auto-Notfall-Set kann man an den Zigarettenzünder anschließen. Eigentlich für platte Reifen gedacht, ist aber auch für Luftmatratzen zu gebrauchen.

Für den Fall, dass ihr unterwegs einen Platten oder eben den Blasebalg zu Hause vergessen habt.

3. Fluxbag

Per Crowdfunding kam im vergangenen Jahr der "Fluxbag" auf den Markt. Mehr oder weniger ein Sack, der sich nur mit einem Atemzug komplett mit Luft füllt.

"Man hat drei Liter Luft in seiner Lunge. Der Sack hat so 140 Liter Volumen. Man schafft aber tatsächlich mit dieser einen Lungenfüllung diesen ganzen riesen Fluxbag aufzublasen."
Jens Thiel, Gründer von Fluxbag

Den aufgeblasenen Sack schließt ihr dann per Ventil an eine Luftmatratze an und drückt die Luft ganz leicht mit eurem eigenen Körpergewicht aus dem Sack in die Matratze. Der Fluxbag passt mit seinen Ventilen auf fast alle Luftmatratzen.

4. Müllsack

Wer sich aber gerne mit Life-Hacks im Leben weiterhilft, kann seine Matratze auch mit einem großen Müllsack aufpumpen. Dem Bernoulli-Effekt sei Dank.

Den Müllsack nehmen und an einer der unteren Ecken ein kleines Stück abschneiden, so dass ein Loch entsteht. Das Loch dann über das Ventil der Luftmatratze stülpen und das Ganze mit einem Gummi- oder Klebeband so dicht wie möglich machen. 

Dann müsst ihr von oben in den Müllsack einmal reinpusten, den Sack oben zuhalten, und dann das Ganze in die Matratze drücken. Fertig.