Der japanische Zellbiologe Yoshinori Ohsumi hat herausgefunden, warum sich Zellen teilweise selbst zerstören.

Das Phänomen der Autophagie, dass Zellen ihre eigenen Bestandteile verdauen, beobachten Forscher seit den 60er Jahren. Zum Beispiel verdauen Zellen Proteine. Dabei können sie auch Viren, Bakterien oder andere Fremdkörper wieder entfernen. Das Ganze hat eine Art Selbstreinigungsfunktion. Außerdem können die Zellen so auch Energie gewinnen, wenn sie einmal nicht genügend Nährstoffe zur Verfügung haben.

Dem Zellbiologen ist es gelungen, herauszufinden, wie die Autophagie funktioniert. Störungen im Prozess können bei Krankheiten wie Krebs, Parkinson, Alzheimer oder Diabetes eine Rolle spielen. Seit den 1980er Jahren hat Yoshinori Ohsumi mehr und mehr herausgefunden, welche Gene und Proteine die Autophagie steuern. Forscher haben aufgrund seiner Erkenntnisse später festgestellt, dass die Autophagie in Tumoren schneller abläuft. Dieses Wissen hilft der Krebsforschung, bessere Therapien zu entwickeln.

Die Begründung der Jury: