Anders als Greenpeace finden die Aktivisten von Sea Shepherd Gewalt gegen Dinge berechtigt. Vor allem wenn Gegner unbeachtet Gesetze brechen.

"Wir wollen den Gesetzen, die es gibt, auf den Weltmeeren auch Einhaltung verschaffen."
Manuel Abraas, Sprecher von Sea Shepherd

Die Organisation Sea Shepherd kümmert sich um den Schutz der Meere, insbesondere um Wale, Haie, Robben und kämpft gegen Piratenfischerei. Angefangen hat es mit Robben und Walen. Derzeit sind einige der Aktivisten auf und vor den Färöerinseln aktiv um dort den traditionellen Fang von Grindwalen zu verhindern. Einige Aktivisten sind auch schon verhaftet worden, weil sie ein Gesetz gebrochen haben, das die Färinger extra gegen sie aufgelegt haben. Wenn die Insulaner zur Waljagd aufbrechen, müssen sich Unbeteiligte mindestens eine Meile entfernt halten.

Schiffe versenken

Das Ziel von Sea Shepherd ist es das Töten von Walen zu verhindern, zu behindern oder so teuer wie möglich zu machen. In den 80ern und 90ern hat die Organisation auch schon ganze Walfangschiffe in norwegischen Häfen versenkt. Denn so lange die Schiffe auf dem Grund im Hafen lagen, konnten sie nicht jagen. Obendrein sind die Versicherungsprämien für die Boote seitdem viel teurer geworden.

Sea Shepherd beim Einsatz gegen japanische Walfänger im Februar 2014.

Gefürchtete Gegner

Auch bei Einsätzen auf hoher See kennen die Aktivisten von Sea Shepherd wenig Grenzen. Sie versuchen, Netze von Fischerbooten wieder einzusammeln oder vertreiben die Beute. Sie haben auch schon Schiffe der Gegner beschädigt oder das eigene Boot riskiert, um ihre Mission zu erfüllen. Ihre Einsätze sind gefürchtet. Und bei einer Aktion, bei der sie eigentlich nur verhindern wollten, dass ein Fisch-Trawler seine Netze auswirft, hat der Kapitän letztlich sein eigenes Schiff versenkt.