Fische und andere Meeressäuger haben empfindliche Ohren. Zu viel Krach kann bei ihnen leicht zu Taubheit führen.

Der permanente Schiffslärm schädigt Haarzellen im Ohr von Fischen und anderen Meeresbewohnern. Dadurch werden viele dieser Tiere schwerhörig. Die Futtersucher wird dadurch schwieriger. Noch direkter sind Fische betroffen, die über Laute miteinander kommunizieren:

"Bei manchen Arten ist sogar die Fortpflanzung gefährdet: Der Kabeljau verständigt sich bei der Partnersuche über Grunzlaute und koordiniert auch die Laichablage so."
Mario Ludwig, Biologe

Die Taubheit kann für Fische auch lebensbedrohlich sein, wenn sie nicht mehr hören können, ob ein Killerwal oder ein Delfin auf sie zuschwimmt. Sie merken zu spät, dass sie sich verstecken müssen. Was für Meeresfische gilt, trifft aber auch auf den Goldfisch im heimischen Aquarium zu. Wenn wir die Stereoanlage zu laut aufdrehen, können wir den Fischen schaden. Über die Schwimmblase, die wie ein Verstärker wirkt, nehmen die Fische akustische Signale auf und leiten diese ans Innenohr. Darum soll man auch nicht an die Scheiben von Aquarien klopfen.

Ein Fisch im Wasser.
Auch für Fische ist das Gehör lebenswichtig.

​Gestresste Strandkrabben

Englische Wissenschaftler haben einen Versuch mit Strandkrabben gemacht: Dabei haben sie ihnen 15 Minuten lang das Geräusch von Schiffsschrauben vorgespielt und danach den Sauerstoffverbrauch der Tiere gemessen. Die Krabben, die dem Lärm ausgesetzt waren, haben 67 Prozent mehr Sauerstoff verbraucht. Für die Forscher war das ein eindeutiges Zeichen dafür, dass die Krabben gestresst waren.