Am 1. August 1844 eröffnet der Zoologische Garten Berlin. 175 Jahre später steht das Konzept Zoo zunehmend in der Kritik.

Vor 175 Jahren, Am 1. August 1844, öffnen sich die Tore des Zoologischen Gartens in Berlin. Der erste Direktor Martin Hinrich Lichtenstein hatte sich vorher die Unterstützung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. gesichert und von ihm einen Teil des Geländes der königlichen Fasanerie erhalten, um dort den neunten Zoo Europas zu eröffnen. Bis heute ist die Berliner Anlage auf einem Areal von 33 Hektar zum artenreichsten Zoo der Welt mit mehr als 20.000 Tieren gewachsen.

Sind Zoos noch zeitgemäß?

Aber Zoologische Gärten stehen mittlerweile zunehmend in der Kritik. Der Vorwurf: Die Haltung von wilden Tieren hinter Panzerglas oder hohen Gittern sei nicht artgerecht. Andererseits erfüllen Zoologische Gärten auch einen Bildungs- und Forschungsauftrag. Und sie sorgen für Nachzuchten.

In Eine Stunde History hört ihr:

  • Der Zookritiker Colin Goldner plädiert für eine Ende der Zoohaltung von Tieren.
  • Die Historikerin Susann Lewerenz hat sich wissenschaftlich mit den Völkerschauen beschäftigt, in denen Menschen aus fernen Ländern den Besuchern früher regelrecht vorgeführt wurden.
  • Nastasja Klothmann ist Autorin und hat sich mit den Gefühlswelten auseinandergesetzt, in die Menschen beim Zoobesuch eintauchen.
  • Deutschlandfunk-Nova-Geschichtsexperte Matthias von Hellfeld schildert die Anfänge der Tierhaltung.
  • Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Nadine Kreuzahler erinnert an die Eröffnung des Zoologischen Gartens in Berlin.