14 Quadratmeter in einem Wohnheim des University College in London kosten 178 Euro pro Woche. Macht einen Quadratmeterpreis von 55 Euro - und das ist die günstige Variante. Deshalb sind einige Studenten jetzt in den Miet-Boykott getreten.

Innerhalb von nur sieben Jahren sind die Mieten in den Wohnheimen des University College in London (UCL) um 56 Prozent gestiegen, sagen die Organisatoren des Protests. Zwischen 136 und 262 Pfund pro Wochen zahlen sie für ein Zimmer im Wohnheim, das sind umgerechnet zwischen 830 und 1377 Euro pro Monat.

Die deutsche Studentin Lisa Dieninger studiert gerade selber am UCL in London. Auch sie hätte gerne beim Boykott mitgemacht, hat dann aber die Miete zu früh überwiesen. In ihren 14 Quadratmetern befinden sich ein Bett, ein Schreibtisch, zwei Stühle, ein Schrank und ein Waschbecken. Der Mietspiegel für dieses schlichte Zimmer beträgt 55 Euro pro Quadratmeter - und das ist die günstige Variante.

"Wir sind im Korridor zu zehnt und teilen uns die Küche und ein Badezimmer, das aus zwei Duschen und zwei WCs besteht. Aber das Badezimmer ist schon ganz in Ordnung."
Lisa Dieninger über ihr Wohnheim im UCL

Die Uni kann die Aufregung nicht verstehen. Die Mieten seien immer noch deutlich niedriger als bei Privatwohnungen. Außerdem würden sämtliche Mieteinnahmen wieder in die Wohnheime investiert. Den Studenten hilft das wenig. Viele haben neben dem Studium ein oder zwei Jobs, um die Miete finanzieren zu können. Darunter leidet natürlich das Studium.

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