Migräne

Mit Botox gegen den Schmerz

Annette Willberger hat seit fast 40 Jahren Migräne-Attacken. Viele Jahre kämpft sie täglich mit starken Kopfschmerzen. Trotzdem lässt sie sich von den Schmerzen nicht ihr Leben diktieren.

Mit 15 treten die ersten Migräne-Attacken bei Annette Willberger auf. Schon ihr Vater hat unter den heftigen Schmerzanfällen gelitten. Heute ist sie 54 Jahre alt und hat eine ganze Menge durchgemacht. Denn anders als heute war Migräne in den späten 70er Jahren kein allzu bekanntes Phänomen. Nicht zuletzt deshalb hat es so lange gedauert, bis sie eine wirkungsvolle Therapie gefunden hat.

In den 40 Jahren, die sie mit den heftigen Kopfschmerzen lebt, hat sie alles ausprobiert: Medikamente, Homöopathie, Akupunktur - einen dauerhaften Erfolg hat keine der Therapien gebracht. Weil sie außerdem noch eine Gefäßanomalie in den Blutgefäßen des Gehirns hat, schluckt sie täglich drei verschiedene Medikamente zur Migräneprophylaxe.

Mit Botox gegen Migräne

Einzig eine Botoxtherapie schafft Linderung. Das Nervengift wird ihr alle drei Monate in den Kopf, die Schläfen und den Nacken gespritzt, also überall dort hin, wo die Schmerzen auftreten. 30 bis 50 Stiche lässt sie über sich ergehen. Das Ergebnis: die Anfälle treten nicht mehr täglich auf, haben sich auf acht bis zehn Migräne-Attacken im Monat reduziert.

Unterkriegen lässt sich Annette Willberger von den Schmerzen nicht. Sie hat gelernt, mit den Attacken zu leben. Schließlich will sie selber bestimmen, wie ihr Tag aussieht.