Ist die Strahlung von Handys gesundheitsschädlich oder nicht? Das ist nach wie vor ungeklärt.

Das Bundesamt für Strahlenschutz sagt, dass es derzeit keine Hinweise auf ein erhöhtes Krebsrisiko durch Handystrahlen gibt. Trotzdem hat die Weltgesundheitsorganisation Handystrahlung 2011 als "möglicherweise krebserregend" eingestuft.

Um herauszufinden, wie es tatsächlich um Handystrahlung steht, hat der Wissenschaftler Alexander Lerchl von der Jacobs University in Bremen in einem Experiment, Mäuse 24 Stunden lang extrem starker Handystrahlung ausgesetzt. Dabei kam heraus: Tumore wachsen schneller, wenn sie elektromagnetisch bestrahlt werden, dafür müssen die Mäuse aber schon vorher einen Tumor haben.

"Wenn Mäuse schon Tumore haben, wachsen die Tumore schneller, wenn wir elektromagnetische Felder daraufsetzen. Das hat aber mit der Erzeugung von Krebs erst mal nichts zu tun." ​
Alexander Lerchl, Jacobs University Bremen

Alexander Lerchl sagt aber auch, dass er nicht beweisen konnte, dass die Handystrahlung Tumore auch verursachen kann. Entwarnung würde er erst geben, wenn die Wissenschaft eindeutig nachweisen kann, dass die Strahlung nicht schädlich ist.

So schützt ihr euch vor Handystrahlung

Solange das nicht der Fall ist, könnt ihr bei Telefonieren mit eurem Smartphone ein paar wichtige Tipps befolgen: 

  • beim Telefonieren ein Headset benutzen, um den Abstand zwischen Telefon und Kopf zu vergrößern
  • übers Wlan telefonieren, weil die Strahlenbelastung geringer ist
  • das Handy erst ans Ohr halten, wenn die Verbindung steht
  • auf guten Empfang achten, schlechter Empfang erhöht die Strahlung
  • nachts nicht neben dem Handy schlafen
  • auf die Spezifische Absorptionsrate (SAR) achten - je niedriger die ist, umso besser (für euer Gerät könnt ihr das hier nachschauen)