Faire Löhne, sichere Arbeitsplätze und ökologisch vertretbar - das sind Kriterien an Nachhaltigkeit in der Mode. In Berlin gibt es dazu sogar einen eigenen Master-Studiengang.

Kleidung mit Fair-Trade-Siegel oder Nachweis über einen biologischen Baumwoll-Anbau findet man zwar häufiger in den letzten Jahren, aber eine Mainstream-artige Verbreitung hat sie noch nicht erlebt. Und doch hat es das Thema immerhin schon zu einem eigenen Studiengang gebracht: In Berlin können Studierende den Masterstudiengang "Sustainability in Fashion" an der Modeschule Esmod belegen.

"Im Zweifelsfall kriegt der Kunde das mit, wenn man das Thema Nachhaltigkeit nicht verfolgt. Dann lesen sie von Bränden in Fabriken, wo ihre Kleidung hergestellt wird."
Friederike von Wedel-Parlow

Friederike von Wedel-Parlow, Direktorin des Studiengangs, sagt: Jede Studentin und jeder Student kann hier einen eigenen Zugang zum Thema Sustainability, also Nachhaltigkeit finden. Voraussetzung sei, sie müssten vorher schon etwas mit Mode gemacht haben, aber Nachhaltigkeit könne man in verschiedenen Bereichen fördern, etwa Produktion, Materialeinkauf, Marketing oder Kommunikation.

Generell gehe es bei Nachhaltigkeit in der Mode aber immer um ähnliches: Gute, fair bezahlte und sichere Jobs in der Produktion anbieten, wenig negativen Einfluss auf Ökologie und Umwelt nehmen und durch nachhaltiges Wirtschaften die Zukunft des eigenen Unternehmens sichern. Ansätze sind hier zum Beispiel die Kreislaufwirtschaft und das Cradle-to-Cradle-Prinzip.

Immer nachfragen

Bei "Sustainability in Fashion" geht es aber auch darum, die Veränderung zu kommunizieren und damit bei den Kunden zu werben. Friederike von Wedel-Parlow empfiehlt heute schon den Kunden, immer wieder nachzufragen, wo die Kleidung her kommt, wie sie produziert worden ist.