Der Mondfisch hält viele Rekorde: schwerster Knochenfisch der Welt, dickste Haut im Tierreich und eben: Weltmeister im Eierlegen.

Warum das Mondfisch-Weibchen 300 Millionen Eier auf einmal legt, mehr als jedes andere Wirbeltier, wissen die Wissenschaftler nicht genau, sagt unser Tierexperte Mario Ludwig. Sie nehmen an, dass es an der hohen Sterblichkeit der Nachkommen liegt. Sehr viele Jungfische fallen offenbar Raubfischen oder anderen Meeresräubern zum Opfer, denn sonst würden die Meere geradezu vor Mondfischen überquellen. Was aber offensichtlich nicht der Fall ist.

Der Mondfisch bringt 2,3 Tonnen auf die Waage und ist damit der schwerste Knochenfisch. Knochenfisch bedeutet, der Mondfisch hat ein verknöchertes Skelett und nicht Knorpel wie Haie. Außerdem hat er gigantische Ausmaße: Er wird bis zu vier Meter lang und drei Meter hoch und sieht aus wie ein senkrecht stehender Diskus. Der Kopf nimmt fast ein Drittel dieses riesigen Körpers ein. Eine Schwanzflosse fehlt, sein Hinterleib endet in einer Art Flossensaum. Dieser scheibenförmige Körper erinnert an den Vollmond. Daher der Name Mondfisch. Unterstützt wird diese Erscheinung durch winzige Mikroorganismen auf seiner Haut, die im Dunkeln leuchten.

Meeres-Dickhäuter

Im Englischen heißt der Mondfisch Ocean Sunfish, weil er häufig auf der Seite liegend an der Wasseroberfläche schwimmt. Das wirkt, als ob er ein Sonnenbad nehmen wollte. Tatsächlich bietet er so Möwen einen Landeplatz, die dafür von seinem riesigen Körper Parasiten aus der Haut picken. Und diese Haut ist ganze 15 Zentimeter dick. Nur große Meeresraubtiere wie Killerwal oder der Weiße Hai sind in der Lage, sie durchzubeißen. Der Ozeanriese schwimmt vor allem in den warmen Meeren wie dem Pazifik oder westlichen Atlantik, erklärt Mario Ludwig.