Der Dezember 2015 glänzt mit frühlingshaften Temperaturen und schon fürchten viele eine Mückenplage im Sommer, weil ja jetzt nicht so viele dieser Plagegeister absterben. Dabei sind Mückenlarven relativ unempfindlich.

Tatsächlich lassen die Temperaturen im Winter - egal ob warm oder kalt - kaum Prognosen über eine Mückenplage zu. Mehr als 50 Stechmückenarten gibt es in Deutschland. Am häufigsten plagt uns die Gruppe der Überschwemmungsmücke. Deren flugfähige Weibchen sterben im Herbst ab. Die Larven überwintern im Eistadium.

"Sie liegen jetzt in einer Winterruhe und da spielt es keine Rolle ob es minus 20 oder plus 10 Grad sind. Die sind da relativ unsensibel."

Die Eier werden im Trockenen abgelegt, zum Beispiel in Auen, an Flüssen, Seen mit unterschiedlichem Wasserstand oder in versumpften Wäldern. Die Evolution hat es so eingerichtet, dass die Larven im Frühjahr reger werden, wenn die Temperaturen langsam ansteigen. Zum Schlüpfen brauchen sie aber Wasser.

Das heißt: Erst wenn es ausreichend regnet und die Ufer überschwemmt werden oder sich die Waldsümpfe füllen, schlüpfen die Mückenlarven. Entscheidend für eine Mückenplage sind also die Temperaturen im Frühjahr und Sommer und die Zahl der Niederschläge.

Tropenmücken auf dem Vormarsch

Etwas anders liegt der Fall bei den exotischen Mückenarten. In Süddeutschland werden vermehrt japanische Buschmücken und asiatische Tigermücken gesichtet. Die haben bei einem milden Winter höhere Überlebenschancen. Welchen Einfluss genau die Temperaturen auf die Population haben, werden die Forscher aber erst im Sommer wissen.

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