Flip-Flops, Flaschen und alte Fischernetze: Eva Pollmeier hat so ziemlich jede Art von Plastikmüll von südeuropäischen Küsten aufgesammelt – für sie war das auch eine Art von Entspannung.

Eva Pollmeier hat ein halbes Jahr Auszeit von ihrem Bürojob genommen und einen Camper gekauft. Ihr ursprünglicher Plan war, durch Italien, Spanien Portugal und Frankreich zu fahren.

"Plötzlich dieses Plastik zu sehen, das war für mich ein richtiger Schock."

Aus ihrer Reise wurde dann ein Aktionsurlaub. In der Vorsaison ist sie durch Sizilien gereist. An den Stränden dort hat sie viel Treibholz gefunden, aber auch viel angeschwemmten Müll wie Flip-Flops.

"Da habe ich angefangen zu sammeln. Ich habe gemerkt, dass ich so vertieft in das Sammeln bin, dass es so eine Art Meditation für mich wurde."

Das Plastiksammeln ist für sie zunehmend normaler geworden, sodass sie sich keine Gedanken mehr machte, was die anderen über sie denken – egal ob Einheimische oder Reisende. Sie will damit ein Zeichen setzen.

Nur wenige helfen mit

Während des Sammelns ist sie oft angesprochen worden, berichtet Eva. Sie ist gefragt worden, ob sie ehrenamtlich sammelt oder damit Geld verdient. Aktiv mitgeholfen haben die wenigsten.

"So ganz alleine Plastikmüll sammeln. Irgendwann kriegt man zu viel oder ist überfordert, weil es ziemlich viel Plastikmüll ist."
Düne in San Juan de la Arena in Nordspanien
© Eva Pollmeier
Sand und Müll: Düne im nordspanischen San Juan de la Arena