Ahmed Gallab ist Sinkane. Von Sinkanes Song "How We Be" hat DRadio-Wissen-Moderator Stephan Beuting schon ziemlich lange einen Ohrwurm. Im Interview erzählt ihm Ahmed, dass er genau das mit seinem Song erreichen wollte: "I just wanted to ruin your life."

Nicht weniger als die wahre Liebe

Die Ohrwurmqualität von "How We Be" hat übrigens der Drummer von Sinkane entwickelt, erzählt Ahmed im Interview. Und zwar mithilfe eines winzigen Synthesizers, der so klein ist, das er in eine Tasche passt. Erschienen ist "How We Be" auf seinem Album "Mean Love". Darin geht es Ahmed Gallab vor allem um eins: die wahre Liebe, richtige Gefühle - auch sich selbst gegenüber.

"The song "Mean Love" talks about your relationship with yourself and how it is very similiar to your relationship with the significant other."
Ahmed Gallab über sein Album "Mean Love"

Ein Leben wie ein Peanutbutter-Jelly-Sandwich

Sinkane (hier geht es übrigens zu seinem Facebook-Profil) ist in London geboren - als Sohn sudanesischer Eltern. Als er fünf Jahre alt war, zog er mit seinem Eltern in die USA. Im Interview erzählt er, dass all diese verschiedenen Kulturen und Wurzeln in ihm verschmolzen sind. Er fühlt sich weder sudanesisch, britisch oder amerikanisch, sondern viel mehr wie ein Peanutbutter-Jelly-Sandwich auf dem Erdnussbutter und Marmelade sich bedingungslos miteinander vermischen.

"I am very surprised always when I get inspired by something, I learn more about myself. Eventually it reminds me of something in my past."
Ahmed Gallab über seine Wurzeln

Der größte Teil von Ahmeds Familie lebt übrigens im Sudan. Er fährt regelmäßig dorthin und liebt dieses Land. Für ihn ist der Sudan darum auch ein ganz anderes Land als für all diejenigen, die nur die Nachrichten über den Sudan in den Zeitungen lesen. Sudan, das sind für Ahmed vor allem Menschen, die ihn lieben - und zu seiner Musik inspirieren.

In seinen Songs fühlt sich Ahmed Gallab manchmal nackt, weil er über Dinge singt, die persönlich sind, über die er noch nie mit jemandem gesprochen hat.

"It is a lot easier this way. Because you are not having a direct conversation to the whole world. If you are directly talking to a person it is really hard to get the point across."
Ahmed Gallab zu der Frage, ob es schwierig ist, so persönlich Musik zu machen.