Mit der "Juice" beerdigt eine weitere Musikzeitschrift ihr Printprodukt. Das Bedauern ist groß, die Entwicklung geht aber weiter: Kuratierte Playlisten von Streaminganbietern haben die Aufgabe von Musikzeitschriften übernommen.

Der Medienwandel trifft auch die Musikbranche: Für Künstler ist es mittlerweile in vielen Fällen wichtiger geworden, auf kuratierte Playlisten von Streaminganbietern zu landen, als mit einer eigenen Geschichte in einer Musikzeitschrift. Das hat Folgen für den Musikjournalismus. Mehrere Zeitschriften haben schon den Betrieb eingestellt, jetzt folgt die nächste Marke.

Am Donnerstag (28.11.2019) erscheint die 195. und letzte Print-Ausgabe des Hip-Hop-Magazins "Juice". "Das Format Print ist tot" heißt es von den Machern - nun soll das Magazin digital weiterleben. Auch wenn Titelgeschichten von Musikmagazinen immer noch Debatten auslösen können, hat sich die Bedeutung von Musikjournalismus in den vergangenen Jahren durch soziale Netzwerke und Streaming-Plattformen verändert.

"Die Bedeutung hat sich radikal verändert. Rapper verstehen es wie kaum andere, außer vielleicht Influencer, die sozialen Netzwerke für sich zu nutzen."
Jan Kawelke, Musikjournalist

In dieser Ausgabe unseres Medienmagazins berichtet Jan Kawelke über den Wandel im Musikjournalismus und wie Hörerinnen und Hörer mittlerweile neue Musik für sich entdecken.

Frauen prägen deutsche Podcast-Szene

Warum ist die deutsche Podcastlandschaft eigentlich so erfolgreich? Die Medienforscherin Nele Heise sagt: Weil Frauen eine führende Rolle übernehmen.

"Frauen haben in den vergangenen Jahren wesentlich dazu beigetragen, dass Podcasts im deutschsprachigen Raum an Fahrt gewinnen – vor und hinter dem Mikro. Wer das 2019 immer noch nicht anerkennen mag, hat sich nicht genug mit dem Medium beschäftigt."
Nele Heise, Medienforscherin

Wir sprechen mit der Medienforscherin über ihre Analyse.

The Buzzard" will gegen Filterblasen vorgehen

Noch zehn Tage, die Hälfte haben sie geschafft: Das Team von "The Buzzard" möchte ein neues Medienangebot schaffen. Eine App, die alle Perspektiven zeigt. So soll ein neuer Blick auf die Nachrichtenwelt gelingen und etwas gegen die gesellschaftliche Spaltung unternommen werden. Ob das klappt? Die Gründer Felix Friedrich und Dario Nassal geben Auskunft.

Die Sendung gibt es auch als Podcast. Abonniert "Was mit Medien" via iTunes oder RSS-Feed. Auch nach der Sendung könnt ihr mit uns direkt und mit unseren Moderatoren Daniel Fiene und Herrn Pähler über Twitter kommunizieren. Ein Protokoll der Sendung gibt es auch per Newsletter.