Das Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden wurde gestern abend abgesagt. Die Polizei in Hannover sucht weiter nach Verdächtigen.

Nach Angaben der Polizei wurde bisher niemand festgenommen und es wurde auch kein Sprengstoff gefunden. Ein verdächtiges Paket in einem Intercity entpuppte sich als Bomben-Attrappe. Augenzeugen berichten, ein Mann habe das Paket im Zug liegen gelassen und sei geflüchtet, als ihn Fahrgäste angesprochen hätten.

Konkrete Gefahrenlage

In Hannover war gestern das Fußball-Länderspiel Deutschland gegen die Niederlande wegen einer Terrorwarnung abgesagt worden. Bundesinnenminister Thomas de Maizière hatte von einer konkrekten Gefahrenlage gesprochen. Er nannte aber keine Einzelheiten. Die Warnungen kamen offenbar von ausländischen Geheimdiensten.

Die Sicherheit bei Großereignissen ist heute Thema im Bundeskabinett. Auch die Polizeichefs der Länder beraten darüber. Die Spiele der Fußball-Bundesliga sollen am Wochenende wie geplant stattfinden.

"Mit dem gestrigen Abend hat sich das Leben in Deutschland komplett verändert."
Alexander Bleick, Sportkorrespondent war live im Stadion in Hannover

Unser Sportkorrespondent Alexander Bleick war gestern abend im Stadion, er führte schon die ersten Gespräche mit Sendern über die geplante Choreografie der Fans, als ihm ein Polizist auf die Schulter klopfte und aufforderte, das Stadion zu verlassen. Die Räumung verlief dann sehr ruhig, sagt Alexander. Wohl auch, weil die Fans schon vorher in einer sehr ruhigen bedächtigen Stimmung gewesen seien. Die Polizei durchsuchte alles - Alexanders Rucksack genauso wie jeden Bier- oder Würstchenstand.

Heute Morgen ist noch alles ruhig in Hannover. Klar ist seit gestern Abend aber auch - absolute Sicherheit gibt es nicht mehr - egal bei welcher Großveranstaltung.