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Schnee ist für viele von uns ein grandioses Naturereignis. Er kann uns beruhigen, aber auch das Fürchten lernen. In dieser Ab21-Ausgabe sprechen wir über seine vielen Seiten und seine Auswirkungen auf uns.

"Ich setze mich gerne der Natur aus und teste meine Grenzen. Das gibt mir Unabhängigkeit."
Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Anastasija über Übernachtungen im Schnee

Kalte Nächte mit klarer Luft, eine idyllische, schneebedeckte Landschaft und herrliche Stille: Für Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Anastasija ist eine Übernachtung im Schnee die perfekte Pause vom Alltag. Wenn sie nur mit Isomatte und Schlafsack in den Bergen schläft, dann könne sie sich auf das Wesentliche konzentrieren, erklärt sie. Im Podcast verrät sie, worauf wir bei solch einem Abenteuer achten müssen.

Wie wir mit dem Schnee leben

"Früher gab es mehr Schnee" – das denken viele von uns und das ist auch ein Satz, den unsere Eltern oder Großeltern gerne mal sagen. Verena Leyendecker ist Meteorologin und erklärt, dass es sich dabei nicht nur um eine gefühlte Wahrheit handelt.

"In Berlin beispielsweise gab es in den vergangenen 30 Jahren etwa zehn Tage weniger mit Schnee als in den 30 Jahren davor."
Meteorologin Verena Leyendecker über Schnee-Tage

Matthias ist mit Schnee groß geworden. Schon als kleines Kind stand er, wann immer es möglich war, in seiner Heimat, der Steiermark in Österreich auf den Skiern. Ihn faszinieren am Schnee vor allem die reduzierten Farben und die Ruhe. Für Matthias ist Schnee nicht nur magisch, wenn er von der Sonne angestrahlt wird und glitzert.

"Ich kann auch wunderschöne Erlebnisse im tiefsten Schneesturm bei minus 15 Grad haben."
Matthias über schöne Schnee-Erlebnisse

Den vergangenen Sommer hat die Geografin Laura Schmidt bei der größten Polarexpedition aller Zeiten auf einem Forschungsschiff in der Arktis verbracht. Während in Deutschland Badewetter war, half sie für drei Monate bei Temperaturen um null Grad herum mit, riesige Datenmengen zum Klimawandel zu sammeln. Als Zuständige für Logistik und Sicherheit stand sie dabei unter anderem mehrere Stunden mit dem Fernglas im Schnee, um Eisbären zu schützen und sie von den Forschenden fernzuhalten. Wie das war und wie sich Schnee und Kälte im arktischen Sommer anfühlen, das erzählt sie im Podcast.

"Es war schon kalt, aber ich kenne es aus den Alpen kälter."
Laura Schmidt über den arktischen Sommern

Kurioses Schnee-Wissen:

  • Eine Durchschnittsflocke hat einen Durchmesser von rund fünf Millimetern und wiegt 0,004 Gramm. Laut Guinnessbuch der Rekorde hatte die größte je beobachtete Schneeflocke einen Durchmesser von 38 Zentimetern. Entdeckt wurde die Weltrekord-Schneeflocke 1887 in Montana in den USA.
  • Schneeflocken können vielleicht schreien – und zwar dann, wenn sie ins Wasser fallen. Der Grund dafür soll laut einigen Forschenden sein, dass in den Flocken kleine Luftblasen eingeschlossen sind, die dabei einen Ton erzeugen. Mit einer Frequenz von 50 bis 200 Kilohertz sei der allerdings so hoch, dass Menschen ihn nicht hören könnten. Andere Forschende lehnen diese Todesschrei-Theorie bei Schneeflocken jedoch ab.
  • Die Temperatur entscheidet über das Aussehen der Schneekristalle. Je kälter es ist, desto einfacher ist die Form der Flocken. Sternförmige Kristalle benötigen etwas mehr Wärme.
  • Inuit haben unzählige Wörter für Schnee … – das ist ein weitverbreiteter Irrtum. Seinen Ursprung hat der im Jahr 1911. Damals berichtetet der Ethnologe und Sprachwissenschaftler Franz Boas von vier Begriffen für Schnee. Im Laufe des letzten Jahrhunderts nahm die Zahl der angeblichen Wörter ständig zu.

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  • Ab 21
  • Moderatorin :  Shalin Rogall
  • Gesprächspartnerin :  Anastasija Roon, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin
  • Gesprächspartnerin :  Verena Leyendecker, Meteorologin von Wetter Online
  • Gesprächspartner :  Matthias Preinknoll, liebt Skifahren
  • Gesprächspartnerin :  Laura Schmidt, Geografin, war auf einer Forschungsexpedition in der Arktis