Mehr als eine Millionen Tonnen Textilien werden jährlich in Deutschland weggeworfen. In den USA sind es 15 Millionen Tonnen. Das Start-up For Days will mit einem T-Shirt-Abomodell für mehr Nachhaltigkeit sorgen.

Für ihre Geschäftsidee: T-Shirts im Abo, damit weniger Textilmüll produziert wird, haben Kristy Caylor und Mary Saunders drei Millionen Dollar Startkapital eingesammelt. Die beiden Frauen haben jahrelang für klassische Marken wie Gap oder Band of Outsiders gearbeitet und finden, dass zu viele Klamotten weggeworfen werden.

Schuld an dem Berg aus Textilmüll sind aber nicht nur die Klamottenhersteller. Auch Kristy und Mary waren fleißige Konsumentinnen, die am Ende auf einem Berg von Kleidung saßen, die sie gar nicht mehr getragen haben. Ihre Lösung: das Start-up For Days - die erste "Kreislauf"-Marke der Welt

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Die Idee funktioniert wie folgt: Es stehen verschiedene Abo-Modelle zur Verfügung, je nach dem, wie viele neue T-Shirts jemand pro Monat gerne haben möchte. Zwei T-Shirts im Monat kosten 12 Dollar, sechs T-Shirts kosten 24 Dollar und zehn T-Shirts 36 Dollar. Aber: Das T-Shirt ist nicht gekauft, das heißt, es gehört einem nicht, sondern es ist im Prinzip nur geliehen. 

Gefällt ein Teil nicht mehr, kann es zurückgeschickt und gegen ein neues eingetauscht werden. Dabei können Stil, Farben und Größen je nach Saison geändert werden. Die zurückgeschickten T-Shirts werden recyclet und zu neuen Shirts verarbeitet.

Wie nachhaltig ist die Idee wirklich?

Klingt im ersten Moment ganz gut. Trotzdem bleibt die Frage, wie nachhaltig die Idee am Ende wirklich ist. Denn wenn T-Shirts nach ein paarmal tragen schon recyclet werden, müssen ja trotzdem neue produziert werden. Und dann werden die Teile auch noch einzeln verschickt. Die Grundidee ist trotzdem gut, findet Netzreporterin Martina Schulte.

"Gut finde ich auf jeden Fall den Ansatz, dass die alten T-Shirts wieder verarbeitet werden."
Netzreporterin Martina Schulte über die Idee von For Days

Die Shirts werden in kleine Stücke geschnetzelt, mit Wasser vermischt und mit ein bisschen neuer Baumwolle zu neuen Fäden verarbeitet. Aus diesem Fäden werden dann neue T-Shirts gesponnen. Allerdings findet der Upcycling-Prozess in Spanien statt. Das heißt: Transport. Aber die Gründerinnen wollen die komplette Produktion zukünftig nach Los Angeles verlegen.

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