Am Abend soll die Nasa-Sonde Insight auf dem Mars aufsetzen. Die Landung zählt zu den riskantesten Raumfahrtmanövern überhaupt. Wenn alles klappt, dann erhoffen sich die Forscher Erkenntnisse über die Planeten in unserem Sonnensystem, die so noch keine Mission geliefert hat.

Mehr als die Hälfte aller Landeversuche auf dem Mars sind bisher gescheitert. Eine Binsenweisheit in der Raumfahrt besagt: "Der Mars ist hart", so der Astrophysiker Michael Büker. Einen Roboter funktionierend auf einen anderen Himmelskörper aufzusetzen, sei aber generell sehr schwierig. Am häufigsten wurde das auf dem Mars probiert - auch darum die hohe Fehlerquote.

"Es gibt eine Binsenweisheit in der Raumfahrt, die sagt: 'Der Mars ist hart'. Also, es ist einfach schwierig, irgendwas mit dem Mars zu machen."
Michael Büker, Astrophysiker

Die Insight-Mission ist anders als alle Missionen zuvor. Es gehe zum Beispiel nicht darum, dass der Roboter durch die Gegend fährt und Gesteinsproben nimmt, so Michael Büker. "Insight nimmt sich den Planeten als Ganzen". Ziel ist es, mehr über den inneren Aufbau des Planeten zu erfahren. Bisher gibt es nur sehr wenige Körper in unserem Sonnensystem, bei denen der einigermaßen bekannt ist: die Erde und den Mond.

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Über den inneren Aufbau - Kruste, Mantel, Kern - erhalten wir Rückschlüsse über die Entstehung der Planeten. Michael Büker vergleicht das mit einem leckeren Kuchen, den wir nachbacken wollen, uns aber das Rezept dafür fehlt.

"Wir wollen einen leckeren Kuchen unbedingt nachbacken und wissen, wie der gemacht wurde, aber wir kennen das Rezept nicht und die Temperatur, bei der der gebacken wurde."
Michel Büker, Astrophysiker

Ein Seismometer an Bord soll die Erschütterungen auf dem Planeten messen und den inneren Schichtaufbau registrieren. Eine Sonde soll den inneren Wärmefluss messen und helfen, die Temperatur des inneren Kerns zu bestimmen. Beides helfe, dem Rezept ein Stück näherzukommen und auch zu verstehen, wie nicht nur der Mars, sondern auch die Erde und anderen Gesteinsplaneten in unserem Sonnensystem entstanden sind, sagt Michael Büker.

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