Kein Jahr mehr ohne Fußball-Event: Die UEFA hat eine Nationenliga beschlossen, die immer in den ungeraden Jahren ausgetragen werden soll. Also, in den Jahren, in denen es weder EM noch WM gibt. Für Philipp Köster von "11Freunde" ist das eine "Schnapsidee". Aber was hilft’s? Die Fußball-Funktionäre machen eh, was sie wollen.

Europas Fußball-Nationalmannschaften liefern sich immer wieder Freundschaftsspiele. Die sind nur leider nicht so richtig spannend - und viel Geld lässt sich damit auch nicht verdienen. Mit einer europäischen Nationenliga könnte das schon anders aussehen. Denn, so Philipp Köster vom Magazin "11Freunde", bei der nun von der UEFA beschlossenen Nationenliga gehe es "ausschließlich um Geld".

Überraschungsangriff der UEFA

Die Nationenliga sei durch eine überraschende Initiative der kleineren UEFA-Länder entstanden, sagt Philipp Köster. Für Länder wie Deutschland werde dadurch alles unübersichtlich und die Vereine der Bundesliga wurden vorher auch gar nicht gefragt.

"Ich halte die Nationenliga für eine totale Schnapsidee. Wir haben mit EM und WM zwei große Turniere, die gut funktionieren. Es ist überhaupt nicht erklärlich, warum man dazu noch so einen Gurkenpokal auspacken muss."
Philipp Köster, Chefredakteur des Magazins für Fußballkultur 11Freunde